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Borna Mollige Zeiten in Böhlen sind vorbei: Kommune will Energie sparen
Region Borna Mollige Zeiten in Böhlen sind vorbei: Kommune will Energie sparen
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16:39 29.04.2016
Im Rathaus Böhlen wird zukünftig weniger geheizt. Bisher lief die Heizung auch am Wochenende. Das gehört nun der Vergangenheit an. Quelle: Jens Paul Taubert
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Böhlen

Seit März müssen die Sportler, die in der Böhlener Mehrzweckhalle Sport treiben, noch eine Jacke mehr anziehen. Denn seit zwei Monaten sind über die Heizungsanlage die Temperaturen anders – sprich niedriger – eingestellt. Hintergrund dafür ist das kommunale Energiemanagement, das vor allem in den städtischen Liegenschaften umgesetzt wird. Philipp Schirmer, Mitarbeiter des Böhlener Bauamts, hatte am Donnerstagabend die Stadträte darüber informiert.

„Ziel des Energiemanagements ist unter anderem die Optimierung des Nutzerverhaltens, die Verbesserung der Energieeffizienz und natürlich Kostenreduzierung“, machte er deutlich. Auf drei Jahre sei das Projekt erst einmal angelegt, an dem auch Seecon Ingenieure und die Sächsische Energieagentur beteiligt sind. Unter die Lupe genommen wurden in den vergangenen Wochen vor allem kommunale Liegenschaften wie die Feuerwehr, das Rathaus, Haus II der Stadtverwaltung und die Mehrzweckhalle. Hier sind Messwerte für Wärme-, Energie- und Wasserverbrauch ermittelt worden.

Rathaus wird nur noch bis 20 Uhr geheizt

„Was wir festgestellt haben, ist, dass zum Beispiel im Rathaus die Heizung von Montag bis Sonntag von jeweils 6 bis 22 Uhr lief“, sagte Schirmer. Und in der Mehrzweckhalle war es in den Umkleidekabinen auch dann mollig, wenn gar kein Training stattfand. In beiden Gebäuden wurde bereits im März nachgebessert. Im Rathaus läuft die Heizung jetzt nur noch montags bis freitags von jeweils 6.30 bis 20 Uhr, in der Turnhalle sind die Temperaturen ebenfalls herunter reguliert worden. Tagsüber wird die Halle selbst nun statt 23 Grad nur noch 18 bis 19 Grad Celsius warm. „Sämtlichen Daten kontrollieren wir jetzt monatlich“, so Schirmer weiter.

Bei den Stadträten kam das Energiemanagement gut an, auch wenn es über die Dauer von drei Jahren rund 11 400 Euro kostet, zu 80 Prozent aber gefördert wird, so dass letztlich für die Stadt nur rund 2800 Euro zu Buche schlagen. „Das ist eine gute Erziehungsmaßnahme für die Nutzer“, stellte Stefan Zschoch (SPD) fest. In den eigenen vier Wänden schließlich würde ja auch jeder zusehen, den Energieverbrauch zu reduzieren, um Kosten zu sparen.

Bürgermeister: Nun Ergebnisse abwarten

Matthias Kannecht (ebenfalls SPD) stellte die Frage in den Raum, ob denn bauliche Veränderungen an den Gebäuden notwendig werden, wenn allein über die Umstellung der Heizungsanlage keine Verbesserung erzielt werden könne. Als Beispiel brachte er das Feuerwehrgebäude, in dem „alles ja sehr offen ist und dadurch wahrscheinlich viel Energie verschwindet“. Schirmer konnte die Frage nicht abschließend beantworten, „jetzt müssen wir erst einmal Erfahrungen sammeln und die Daten immer wieder auswerten“. Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) betonte, dass bauliche Veränderungen durchaus eine Option seien, allerdings wolle auch er die ersten Ergebnisse abwarten und bei Notwendigkeit sehen, was der städtische Haushalt hergibt.

Von Julia Tonne

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