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Borna Monarchen und Röthaer marschieren im Gleichschritt
Region Borna Monarchen und Röthaer marschieren im Gleichschritt
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00:30 14.10.2015
Im Gleichschritt (v. l.): Hans-Joachim Keil als Zar Alexander, Matthias Heise als Kaiser Franz I., Detlef Wallasch als König Friedrich Wilhelm und Timo Müller. Quelle: Gislinde Redepenning
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Rötha

Zar Alexander I. von Russland, Kaiser Franz I. von Österreich und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen begrüßten am Sonnabend rund ums Heimatmuseum die zahlreichen Besucher und waren für so manchen Schabernack zu haben.

Das Trio - Hans-Joachim Keil als Zar Alexander, Detlef Wallasch als König Friedrich Wilhelm und Matthias Heise als Kaiser Franz I. - mag sich vielleicht aufs Glatteis begeben haben. Historisch belegt ist jedoch nicht, ob sie gemeinsam auf ein Paar Skier im Gleichschritt über das Gras schlitterten. Vereinschef Timo Müller, der mit seinen Helfern vom SV...Rötha den Nachwuchs mit Spielen wie Büchsenwerfen, Eierlaufen, Sackhüpfen, Puzzeln oder Glücksrad beschäftigte, schloss sich wagemutig an.

Salutschüsse der Privilegierten Schützengesellschaft zu Rötha zum Auftakt gehörten ebenso zum Brauch wie Friedenstauben, die in den Himmel flogen. Bürgermeister Ditmar Haym (parteilos) lobte nicht nur die gewachsene Tradition und die Zusammenarbeit der Vereine, sondern auch die Tatsache, dass sich der Heimatverein seit Jahren durchgebissen habe, sich in Meinungen und Standpunkten treu geblieben sei.

Kulinarische Genüsse lockten. Deftiges wurde aus der Gulaschkanone der Freiwilligen Feuerwehr geschöpft. Bei den Schützen brodelte Wildsuppe über dem Feuer, Knobi- und Käselauchsüppchen kredenzte der Karnevalclub. Am Stand des Handwerker- und Gewerbevereins Rötha/Espenhain gab es leckere Waffeln aus dem Automaten. Noch besser und knuspriger, da waren sich die zehnjährigen Danny und Benicio nach den ersten Bissen einig, schmeckte jedoch die Waffel aus dem um die Jahrhundertwende gebräuchlichen Eisen, das Konrad Ackermann ins Feuer von Erwin Littmanns Feldschmiede hielt, der dem glühenden Eisen Herzchen und Hufeisen fertigte. Aus Liebertwolkwitz waren Puppentheater und ein Seiler zu Gast. Das Basteln herbstlicher Gestecke und Zinngießen im Rittersaal gehörten zum Vergnügen für jüngere Besucher.

Bettina Wallasch, Vorsitzende des Heimatvereins, brachte wie in jedem Jahr Fettbemmen auf im Holzbackofen des Museumshofes gebackenem Brot unters Volk. Sie freute sich über einen 1000 Euro-Spendenscheck der DOW, den sie am Donnerstag in Empfang nehmen durfte. "Das Geld ist schon verplant, das benötigen wir dringend für unser Museum, für Hängesysteme und Bilderrahmen."

Wie viel Freizeit, Herzblut und Engagement die Heimatfreunde für ihre Passion aufbringen, demonstrierte im oberen Stock Erhard Müller, der die wissbegierigen Besucher mit Geschichten und Detailinformationen über die zu unterschiedlichen Themen gestalteten Räume versorgte. Bei Kaffee und leckerem Kuchen ließ es sich auch herrlich plauschen.

Gislinde Redepenning

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