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Borna Motorradtour für Heimkinder
Region Borna Motorradtour für Heimkinder
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15:40 06.05.2010
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Lobstädt

  „Seit Jahren beteiligen wir uns an den Ausfahrten“, erinnert sich Ralph Quaschnak von den Bornschen Zwiebel-Bikern. Zu dieser Truppe gehören zwölf Mann unter anderem aus Borna und Lobstädt, die sich monatlich seit zwei Jahren in ihrem Vereinsraum in Lobstädt treffen. Von den Heimkinderausfahrten habe sein Bruder Tobias Quaschnak (47) über das Internet erfahren. „Wir müssen uns um nichts kümmern, da die Organisation in den Händen von Sachsenbike liegt“, sagt er. Das sei ein Dresdner Verein, in dem sich Motorradfahrer zusammengeschlossen haben, um gemeinsam Touren zu fahren. Seit 2002 lädt der Verein Heimkinder zu einem ganztägigen Ausflug ein. „Dabei geht es darum, Kindern aus der Umgebung von Tschernobyl einen ganz besonderen Programmpunkt im Rahmen ihres Deutschlands-Besuchs zu bieten“, erzählt der 48-Jährige. Im Kinderkurheim Volkersdorf am Rande des Moritzburger Waldgebietes erholen sich im vierwöchentlichen Rhythmus 52 Kinder zwischen 7 und 15 Jahren. „Bisher haben sich zur 9. Tour 65 Biker angemeldet. Da kann es auch passieren, dass Motorradfahrer ohne ein Kind an der Ausfahrt teilnehmen müssen“, erzählt er. Ihm sei das in den letzten vier Jahren noch nicht passiert. Vielmehr wäre er mit den Mädchen und Jungen eine Zeitlang in Verbindung geblieben. Noch heute besteht zu einem Kind aus Minsk Kontakt. „Alisia ist mittlerweile zwölf Jahre alt. Wir hatten bei der Ausfahrt vor zwei Jahren viel Spaß“, so der Bornaer. Die Verständigung sei damals mit Hilfe von Händen und Füßen erfolgt. Hin und wieder wurden Erzieher geholt, die dolmetschten. „Das Schreiben sei einfacher, da die Übersetzungsmaschine im Internet für eine Verständigung sorge“, so der gelernte Klempner. Mittlerweile sind die Bornschen Zwiebel-Biker im Kinderkurheim bekannt. „Wir ließen uns T-Shirts bedrucken. Das erhöhte unseren Bekanntheitsgrad“, freut sich Quaschnak, der schon mit Heimleiter Bernd Born telefoniert hat. Am Sonnabend früh geht die Ausfahrt zu einem Erlebnishof im Erzgebirge. Wenn heute die fünf Biker ihre Maschinen beladen, dann werden sie auch Helme, Handschuhe, Regensachen und Sonnenbrillen für die Kinder im Gepäck haben. „Die Sicherheit der Mädchen und Jungen ist uns wichtig“, erklärte der Bornaer. Er selbst fährt eine stahlblaue Honda. Dabei hofft er auf besseres Wetter. Das braucht er auch für das zweite Projekt, an dem sich die Sportfreunde seit Jahren beteiligen: Deutschland größter Heimkinder-Motorradausfahrt in Berggießhübel am 5. Juni. Über 400 Kinder und Jugendliche werden mit den Sportfreunden auf die 15. Tour gehen. Die Kinder stammen aus Heimen im Landkreis Sächsische Schweiz, aus Tschechin, Polen und aus der Region um das Kernkraftwerk Tschernobyl. Die Rundfahrt organisieren die Motorradclubs „Beinhart“ aus Pirna und Sachsenbike. Dieses Mal geht es durch Dresden. Im Badgelände „Billy“ in Berggießhübel erwartet die Teilnehmer jede Menge Spiel und Spaß. „Im Jahr unternehmen wir so zwei bis drei Ausfahrten in der Truppe“, sagt Ralph Quaschnak. Ansonsten Treffen sich die Motorradfreaks in Lobstädt, um ihre Feuerstühle auf Vordermann zu bringen, sich über die Technik auszutauschen oder einfach nur in geselliger Runde zu sitzen.    

Cornelia Braun

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