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Borna Mühlenradfest: Cowboys und ein Indianer
Region Borna Mühlenradfest: Cowboys und ein Indianer
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09:00 11.06.2018
Wie im Wilden Westen: die Seniorentanzgruppe bei ihrer Aufführung. Quelle: privat
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Groitzsch

Die historische Groitzscher Wassermühle ist längst zu einem wichtigen Ort für Feste und Veranstaltungen geworden. Wo einst Getreide in Mehl verwandelt wurde, kann heute geheiratet werden, finden Vereine Räumlichkeiten und Privatleute viel Platz für Partys. Gewissermaßen als Hausherren veranstalteten die Mitglieder des Bürgervereins Stadtmühle Groitzsch am Sonnabend ihr traditionelles Mühlenradfest.

Wilder Westen im Mittelpunkt

Ohne ein dazu passendes Motto ging es dabei natürlich nicht. Drehte sich in den vergangenen Jahren alles um die Themen Olsenbande, Hafenfest oder Max und Moritz, so stand diesmal der Wilde Westen im Mittelpunkt. Passend dazu waren unter anderem Auftritte der Texas Heels Leipzig, Showeinlagen der Kindertanzgruppen befreundeter Vereine aus Groitzsch, der Sektion Seniorentanz und der Jugendtanzgruppe der Südseegeister des Bürgervereins zu bewundern.

Begegnung beim Mühlenfest (stehend v. li.): Yvonne Schmidt, Udo Killmey und Ilona Jahn inmitten von Festbesuchern. Quelle: Bert Endruszeit

Unter all den Cowboyhüten stach ein Mann sofort ins Auge: Udo Killmey, denn er trug das einzige Indianerkostüm. „Ich bin heute der Quotenindianer“, verriet er. „Es war doch klar, dass alle mit ihren Cowboyhüten herkommen, da wollte ich für den passenden Kontrast sorgen.“ Sein Kostüm sah aus wie neu, doch tatsächlich konnte es fast schon als richtige Antiquität durchgehen. „Das Kleid hat mir eine Kollegin ausgeliehen, die es wiederum von ihrer Tante übernommen hat.“

Indianerkostüm mit Geschichte

Mindestens 40 Jahre sei es alt. Killmey weiß auch ganz genau, wie es damals angefertigt wurde. „Einfach ein altes Bettlaken mit schwarzem Tee einfärben, das ergibt ein schönes Hellbraun. Den Rest dann einfach aufmalen.“ Einziges Manko des indianischen Kleidungsstückes: Von der Waschmaschine sollte man es besser fernhalten. „Das hat ja schon viele Feste mitgemacht, und es soll ja noch einige mehr aushalten.“

Spaß beim Mühlenradfest in Groitzsch. Quelle: privat

Der Bürgerverein bietet eine Heimat für die unterschiedlichsten Interessen. Udo Killmey gehört zur Sektion der Weinfreunde, die sich dem Anbau und der Wissensvermittlung rund um den edlen Rebensaft verschrieben haben. „An der Wiprechtsburg haben wir unseren eigenen Weinberg. Leider haben im Vorjahr die Waschbären die Vogelschutznetze zerstört, und einige Groitzscher haben kurzerhand die Trauben für sich geerntet. Da blieb dann nicht sehr viel übrig.“

Ein drängenderes Problem für den Verein ist jedoch die schwierige Nachwuchssituation. „Die meisten Leute wissen heutzutage gar nicht mehr, was ehrenamtliche Arbeit eigentlich ist“ bedauert Killmey.

Bürgerverein hat weiter viel vor

Die nächste Veranstaltung des Bürgervereins Groitzsch ist für den Tag des offenen Denkmals am 9. September geplant. Unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ wird die Stadtmühle von 14 bis 17 Uhr ihre Türen wieder ganz weit öffnen. Der rege Zuspruch zum Tag des offenen Denkmals 2017 hat die Vereinsmitglieder animiert, sich auch in diesem Jahr zu beteiligen.

Die Stadtmühle, der Mühlengarten und auch der Weinkeller können besichtigt werden. Wer möchte, kann sich gleich vor Ort über die Sektionen des Bürgervereins informieren. Eine davon, die Sektion Historische Fahrzeuge, wird am gleichen Tag von 10 bis 17 Uhr auf dem Markt alte und neueste Feuerwehrtechnik präsentieren.

Von Bert Endruszeit

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