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Borna Müllentsorger zieht nach Cröbern
Region Borna Müllentsorger zieht nach Cröbern
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16:31 19.05.2015
Ein- und Ausfahrt zur Westsächsischen Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft und zur Deponie Cröbern. Hier hat jetzt auch die Kommunalentsorgung Landkreis Leipzig (Kell) ihre Verwaltung und ihren Fuhrpark konzentriert - aus finanziellen Gründen. Quelle: Thomas Kube

Hier ist nicht nur der Fuhrpark konzentriert, auch die Verwaltung ist umgezogen. Die bisherigen Betriebsgebäude in Markranstädt und in Borna stehen zum Verkauf oder sollen abgerissen werden.

Abgesehen von den Nummern der Servicetelefone soll sich für die Kunden nichts ändern, sagt Kell-Geschäftsführer Jens Adam, der seit wenigen Tagen sein Büro im Verwaltungsbau der Westsächsischen Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (WEV) auf dem Areal der Deponie Cröbern hat. Die Kell-Verwaltung zog von Markranstädt hierher um. Der Fuhrpark mit seinen 40 Fahrzeugen, bisher in der Deutzener Straße in Borna stationiert, startet nun von Cröbern aus zu Touren im gesamten Kreisgebiet. "Wir hätten viel Geld in die Hand nehmen müssen, um unser Betriebsgrundstück in Borna zu modernisieren", sagt Adam. Dass das Unternehmen jetzt eine halbe Etage im WEV-Komplex miete, sei nicht nur strategisch sinnvoller, sondern auch ökonomisch. Denn der Landkreis Leipzig ist einer der Gesellschafter des Zweckverbandes Abfallwirtschaft ZAW. Und dass man ein Stück weiter in die geografische Mitte des Landkreises gerückt sei, spare gewiss auch etliche Fahrtkilometer ein. Adam: "Die Müllautos steuern die Deponie mit ihrer Abfallbehandlungsanlage ohnehin täglich an. Da können sie auch hier abgestellt werden." Zudem werde man 2014 manche Tourenpläne anpassen, um Wege zu sparen.

Wie sich der Umzug wirtschaftlich niederschlägt, wird sich in der Abfallgebührensatzung widerspiegeln. Die nächste wird nach zwei Jahren Laufzeit im Herbst erarbeitet. Der Kreistag soll die Unterlagen im Oktober zum Beschluss auf dem Tisch haben. Mittwoch kommender Woche befasse er sich mit dem Kell-Umzug in einem Punkt, sagt Adam: "Der Sitz der Gesellschaft muss im Gesellschaftervertrag geändert werden. Da steht Borna drin."

Das Bornaer Betriebsgelände gibt die Kell, die 80 Mitarbeiter beschäftigt, nicht komplett auf. Der Wertstoffhof bleibt bestehen. Die Mülltonnen werden hier gelagert, gewaschen und repariert. Der Bürobau aus DDR-Zeiten allerdings soll abgerissen werden. Für das Verwaltungsgebäude in Markranstädt, das zu einem Teil durch die Stadt Markranstädt genutzt wird, sucht die Kell einen Käufer - bisher ohne Erfolg.

Großpösna, Ortsteil Störmthal, lautet die neue Kell-Adresse. Allenfalls der Straßenname Am Westufer verweist darauf, dass sich das Areal nicht in Störmthal, sondern auf der gegenüberliegenden Seite des Störmthaler Sees befindet und über die B 2/95 von Großdeuben aus erreichbar ist. "Der eine oder andere hat deshalb ein Problem, uns zu finden. Aber das spielt sich ein", sagt Jens Adam. Ansonsten hätten sich nur die Nummern der Service-Telefone geändert, weil hier ein neues Ortsnetz gilt.

Umgezogen sind auch sieben Mitarbeiterinnen des Amtes für Abfallwirtschaft, die sich bisher in Borna um Verwaltungsfragen kümmerten - von der Anmeldung der Mülltonnen über den Gebühreneinzug bis zur Abfallberatung. Sie haben ihre Schreibtische jetzt in Grimma. In der Leipziger Straße 28 und in der Heinrich-Zille-Straße 8 hat das Amt sein Personal zusammengezogen. "Unser Ziel ist es, dass bald alle 22 Mitarbeiter in Grimma unter einem gemeinsamen Dach arbeiten", sagt der stellvertretende Amtsleiter Philipp Ziegler.

Offiziell eingeweiht wird der neue Kell-Sitz am 7. September. Dann laden WEV, Kell und ZAW zu einem Tag der offenen Tür ein, an dem auch die Abfallbehandlungsanlage der Cröberner Deponie besichtigt werden kann.

iSo ist die Kell GmbH zu erreichen: 034299/70 05 10, 70 05 20, 70 05 29, Fax 70 05 21, Mail service@kell-gmbh.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

Schulreich, Ekkehard

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