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Borna Mundart-Dichtung auf dem Volksplatz Borna
Region Borna Mundart-Dichtung auf dem Volksplatz Borna
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17:22 26.08.2012
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Borna

Die rund 70 Besucher erfreuten sich in gemütlicher Atmosphäre unter den Sonnenschirmen der Kaffeetische an den Darbietungen.

Die Leipziger Gaffeesachsen eröffneten den Nachmittag mit ihrem Lene-Voigt-Programm „Weiwer, Liewe un noch mehr…", in dem sie neben Werken der berühmten Leipziger Mundartdichterin auch Stücke ihrer Zeitgenossen aufführten. „Dies ist eines unserer beliebtesten Programme", erklärte Kabarettistin Edelgard Langer, die außerdem Vorsitzende der Lene-Voigt-Gesellschaft ist. Sie und ihr Mann Martin Langer schlüpften für kurzweilige Sketche in die verschiedensten Rollen, lästerten als Nachbarinnen über einen „Buhbigobb", erlebten „Leibzcher Meßdrubel" und sangen zu Martin Langers Akkordeonspiel Lieder der Leipziger Dichterin.

Seit 1993 gibt es die Fiff’schen Gaffeesachsen, doch auch die Träger der Ehrengaffeeganne, einer Auszeichnung der Lene-Voigt-Gesellschaft, bleiben vor kleinen Versprechern nicht verschont. „Was feixen Sie’n so?", fragte Edelgard Langer in ihrer Rolle der „Bammlern beim Frisör" und schaute plötzlich ihren Mitspieler ernst an: „Hast du überhaupt gefeixt?" Kurze Stille auf dem Volksplatz, dann Lachen und die Erkenntnis – das Stichwort für Martin war falsch. Souverän führten die beiden Gaffee-sachsen ihren Sketch zu Ende und das Programm weiter.

Gegen 17 Uhr trat das Duo „Unfolkkommen" aus Dresden auf. Nicht nur die amüsanten Texte brachten ihnen viele Lacher, auch ihre lockere Art kam gut an. „Denen guckte der Schalk schon aus den Augen", fand Brigitte Meinert aus Neukirchen. Sie kannte bereits ein paar sächsische Volkslieder, habe aber viele neue kennengelernt. Die Musiker Frank Menzer und Micha Schaufuß betreiben viel private Forschungsarbeit für ihr Projekt und arbeiten daran, ein sächsisches Liederbuch zu veröffentlichen. „Wir sind viel bei alten Leuten unterwegs und spielen oft unentgeltlich, dafür bekommen wir im besten Fall neue Lieder", erzählte Schaufuß, der Mandoline und Waldzither spielt, ein Instrument, das seit dem 19. Jahrhundert in Vergessenheit geraten ist. Menzer spielt Gitarre zu den Liedern, die vor allem aus den letzten 200 Jahren stammen. „Hin und wieder dichten wir auch eine Strophe hinzu", so Schaufuß.

Zwei unterhaltsame Programmteile bei schönem Wetter – die Besucher waren zufrieden. „Auch das ganze Ambiente ist sehr ansprechend", lobte Karin Brumma aus Borna. Ihr Mann Horst pflichtete ihr bei: „Diese herrliche Anlage muss noch mehr genutzt werden." Derartige Planungen sind bereits im Gange. „Wir werden daran anknüpfen und wollen mehr Veranstaltungen für die Zielgruppe anbieten", stellte Falk Opelt vom Volksplatzverein in Aussicht. Die sächsische Mundart spreche nun einmal vor allem ältere Leute an, bemerkte Horst Brumma: „Wir haben mehr Bezug dazu als die jungen Leute." Helga Söhner erzählte von ihrer persönlichen Beziehung zu den Dichtungen der Lene Voigt: „Ich kenne viele Lieder durch meine Mutter. Wenn ich früher an der Nähmaschine saß, habe ich immer gesungen. Meine Kollegin sagte dann immer, du hast aber Humor", so die Bornaerin. Auch an diesem Nachmittag stimmte sie in die Lieder ein.

Helena Henzel

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