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Borna Mundartbühne Borna parodiert Lene Voigts Kochbuch
Region Borna Mundartbühne Borna parodiert Lene Voigts Kochbuch
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09:23 06.11.2018
Die Mundartbühne Borna widmet sich mit Vorliebe der sächsischen Dichterin Lene Voigt. Quelle: Günther Spiegel
Borna

Dass die Liebe durch den Magen geht, wer wollte das in Abrede stellen. Das trifft in besonderer Weise ebenso zu für die Liebe zur Sprache, zur sächsischen im konkreten Fall. „Mir sind und mir bleim“, darauf beharrt die Mundartbühne Borna trotzig, unnachgiebig und fischelant, wenn sie am 18. November auf der Bühne im Bürgerhaus "Goldener Stern" steht.

Lene Voigts "Vereinfachtes Kochbuch der Prager Deutschen Kochschule" in der Fassung von 1923 hat sich das achtköpfige Ensemble um Inge Streitmann vorgenommen - nicht nur, um ihr poetisch-deftiges Süppchen zu kochen. „Wenns bei uns Pudding gibt“ heißt einer der nahrhaft-wahrhaftigen Texte. Um „de Domade“ geht es ebenso wie um „dn Gaggau“, ein gern unterschlagenes Lieblingsgetränk der Sachsen neben dem ihm seit Langem angedichteten unverwüstlichen „Bliemschengaffee“. 

Lene Voigts sächsische Mundart ist bekannt

Lene Voigt (1891 bis 1962), die Leipziger Dichterin, die mit ihren Parodien wie kaum eine andere die sächsische Mundart-Literatur prägte und das Lebensgefühl dieses Landstrichs in ihre Texte holte, ist durchaus bekannt. Ihre Neigung hin zu Kulinarischem ist es eher weniger.

Ein in ihrem Nachlass entdecktes Kochbuch mit zahlreichen Notizen ist deshalb durchaus ein Schatz und eine Überraschung. Herausgegeben von der Connewitzer Verlagsbuchhandlung, dient die schön illustrierte Sammlung aus Voigt’schen Rezepten, Gedichten und Prosastücken der Mundartbühne als Fundgrube für die Bühne.  

Ensemble schon öfter in Borna zu Gast

„Wir haben schon mehrmals in Borna gastiert. Da wollen wir uns natürlich nicht wiederholen“, sagt Inge Steitmann. Das Publikum könne nicht nur genießen, sondern sollte durchaus mit einstimmen – so in das Voigt'sche „Wurst-Lied“, zu intonieren nach der ursächsischen Melodie „Auf der Festung Königstein“.

Die Sächsische Sonntagssoiree im „Goldenen Stern“ beginnt am 18. November, 15 Uhr.

Von Ekkehard Schulreich

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