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Musik,Tanz und Emotionen beim Orchesterball mit dem Leipziger Symphonieorchester in Borna

Kultur Musik,Tanz und Emotionen beim Orchesterball mit dem Leipziger Symphonieorchester in Borna

Der elfte Orchesterball, zu dem der Bornaer Förderverein der Freunde des Leipziger Symphonieorchesters ins Bornaer Stadtkulturhaus eingeladen hatte, bot wieder Hochkultur, Honorationen und jede Menge Überraschungen. Zum Beispiel die Antwort auf die Frage, warum es 2018 keinen Orchesterball geben kann.

Johannes Schmidt und Verena Gabbe vom Tanzklub Rot-Weiß Leipzig stimmten die Ballgäste mit ihren Künsten auf eine lange Tanznacht ein.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Das Motto war Programm: „Musik. Tanz. Emotionen“ war der elfte Orchesterball überschrieben, zu dem der Bornaer Förderverein der Freunde des Leipziger Symphonieorchesters (LSO) ins Bornaer Stadtkulturhaus eingeladen hatte. Und von allem gab es reichlich, so dass sich die Besucher am Sonnabend, passenderweise am Welttag des Tanzes – wie der frühere Bornaer Oberbürgermeister Bernhard Schubert in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fördervereins feststellte – bestens amüsierten. Als die letzten Gäste den Saal verließen, war bereits die zweite Stunde des folgenden Tages angebrochen.

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Viele Stunden mit guter Musik, gutem Essen und zufriedenen Gästen – der elfte Orchesterball im Bornaer Stadtkulturhaus in Borna hat die Erwartungen wieder erfüllt.

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Musik : Dafür sorgten die hervorragend aufgelegten Musiker des LSO unter Leitung ihres Chefdirigenten Wolfgang Rögner . Was die Besucher zu hören bekamen, war eine musikalische Reise von Böhmen mit Slawischen Tänzen von Antonin Dvorak nach Ungarn mit dem Ungarischen Tanz von Johannes Brahms bis nach Kreta mit dem Tanz des Sorbas (Mikis Theodorakis) aus dem berühmten Film mit Antonin Quinn. Schließlich ging es mit dem bekannten Can Can von Jaques Offenbach sogar in die Unterwelt. Filmmusik wurde bereits bei früheren Orchesterbällen von den Zuhörern begeistert aufgenommen. Deshalb konnte es nicht verwundern, dass auf den Pulten des LSO mit „Moon River“ aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“ und „Time of my life“ (Dirty Dancing) weitere musikalische Leinwandhits erklangen. Wobei es sich keineswegs um ausschließlichen Hörgenuss handelte.

Tanz : Viel Applaus erhielten die großen und kleinen Tänzerinnen der „Quertänzer“ der Musikschule „Ottmar Gerster“ (Leitung Silvana Schuhknecht ), die etwa den Tanz der „Vier kleinen Schwäne“ aus der Schwanensee-Suite auf ganz eigene Weise interpretierten. Das gilt auch für Johannes Schmidt und Verena Gabbe , ein Tanzpaar des Tanzklubs Rot-Weiß Leipzig, das seit zwei Jahren zusammen tanzt und neben Schostakowitschs berühmtem „Walzer Nr. 2“ den ganzen Abend mit Interpretationen lateinamerikanischer Tänze beeindruckte. Später am Abend waren es dann die Musiker der Dresdner Galaband Fritdjof Gaubner , die mit einem Hitfeuerwerk immer wieder die Massen auf die Tanzfläche brachte.

Emotionen : Die gab es im quasi-offiziellen Teil. Bei der Übergabe von Spendenschecks, denn das LSO ist in der komfortablen Situation, gleich zwei Unterstützervereine hinter sich zu wissen. Vom Bornaer Verein gab es einen Scheck über 2500 Euro. Mit dem Geld soll ein Image-Film produziert werden, wie LSO-Manager Hans-Ulrich Zschoch gegenüber der LVZ erklärte. Für eher Handfestes ist die Spende der Böhlener Gesellschaft der Freunde und Förderer des LSO gedacht, was niemanden verwundern kann, der die Vereinschefin Bärbel Kühnler kennt. Das Geld ist für eine ordentliche Grillparty gedacht, so die langjährige Regionalverlagsleiterin der LVZ Borna/Geithain mit Blick auf die Spende von 1000 Euro. „Und falls mittlerweile 75 Prozent der Musiker Vegetarier sind, gibt es eben Salat.“ Die Gefahr besteht nicht. Lediglich zwei Instrumentalisten leben fleischlos, wie LSO-Flötistin Uta Hollitzer-Weise sagte.

Essen : Wie immer vom Feinsten, wofür auch diesmal das Team des Bornaer Hotels „Drei Rosen“ sorgte. Der Blick in die Speisekarte vor Beginn des einstündigen Musikprogramms des LSO wurde für manchen Besucher in gewisser Weise auch zu einer speziellen Folter. Immerhin war da von Schweinefilet „Saltombocca“, einem Filet umwickelt mit Salbei und Schwarzwälder Schinken, Hähnchenbrust mariniert auf gebratenem Mangold und norwegischer Lachsseite mit gebratenem frischen Spinat die Rede. Nach dem letzten Akkord des LSO gab es jedenfalls kein Halten mehr bei den Besuchern – das Team um Drei-Rosen-Chefkoch Karsten Lungwitz konnte sich freuen, wie groß der Appetit der Ballbesucher war. Immerhin hatten die Vorbereitungen für das grandiose Buffet bereits drei Tage vor der Veranstaltung begonnen. Und wem um Mitternacht noch der Magen knurrte, für den gab es Käse und Kuchen.

Besucher : Der Saal war bestens gefüllt, und Orchesterfreunde-Chef Bernhard Schubert konnte die Bürgermeister von Böhlen, Rötha und Pegau, Dietmar Berndt , Stefan Eichorn und Frank Rösel sowie Berndts Vorgängern Maria Gangloff ebenso begrüßen wie Michel Zurbrügg . Der Bornaer SPD-Stadtrat war in seiner Eigenschaft als so genannter Verhinderungsvertreter für die Stadt Borna gekommen. Zu denen, die sich seit Jahren keinen Orchesterball entgehen lassen, gehören der frühere Amtsarzt Klaus Schmidt und seine Frau Brigitte oder auch Volkmar Hartung . Der frühere Leiter des Bornaer Teichgymnasiums traf auch auf einen ehemaligen Schüler – den heutigen Landrat Henry Graichen (CDU), offizieller Schirmherr des Balls. Der 40-Jährige sei ein guter Schüler gewesen, erinnerte sich der ehemalige Chemielehrer. Graichen war zunächst allein gekommen. „Meine Frau war bei RB“, entschuldigte er sich. Im Laufe des Abends traf Gattin Susann Graichen dann noch ein.

Quizz : Das gab es wie in jedem Jahr auch diesmal wieder. Wer mindestens drei Fragen richtig beantwortet hatte, konnte auf einen der zahlreichen Preise hoffen, die die Sponsoren gestiftet hatten. Der Hauptpreis ging an Jürgen Kühnler aus Böhlen. Ein Spanferkel, das die Fleischerei Landhan in gegrilltem Zustand für die nächste Familienfeier liefert.

Zukunft : Die sieht nach Überzeugung von Landrat Henry Graichen jetzt etwas besser aus, nachdem die Finanzierung des LSO – wie auch der Sächsischen Bläserphilharmonie – auf eine etwas stärkere Basis gestellt wurde. Die 38 Orchestermusiker haben viel vor. Demnächst ein Gastspiel in der Berliner Philharmonie mit Beethovens Neunter. Vom 29. Juni bis zum 2. Juli gibt es das erste Neuseenland-Festival am Kap Zwenkau, das zu einer festen Tradition werden soll. So wie es der Orchesterball in Borna seit einem reichlichen Jahrzehnt schon ist. Dennoch müssen Ballbesucher im nächsten Jahr darauf verzichten. Dann haben die Musiker noch größeres vor. Geplant ist ein gemeinsamer Auftritt mit Albert Hammond , dem Schöpfer unzähliger Welthits wie „It Never Rains in Southern California“ oder „One Moment in Time“. Der Termin steht schon fest: Am 25. August 2018 soll der Volksplatz voll werden. Im Jahr darauf soll es dann wieder einen Orchesterball geben.

Von Nikos Natsidis

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