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Borna Musikalisches Spektakel auf dem Volksplatz in Borna am ersten Ferienwochenende
Region Borna Musikalisches Spektakel auf dem Volksplatz in Borna am ersten Ferienwochenende
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00:18 11.06.2017
Volksplatzvereinschef Falk Opelt vor dem Veranstaltungsareal. Hier stellt der Verein am 24. Juni ein musikalisches Spektakel auf die Beine. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Mit einer „Reise durch die Jahrzehnte“ stimmt der Volksplatzverein am 24. Juni Bornaer und Gäste auf die bevorstehenden Sommerferien ein. Ein musikalisches Spektakel mit Hits aus den 70er, 80er und 90er Jahren ist geplant. Die Idee dazu entstand nach der Absage des traditionellen Sommerspektakels in der Innenstadt. Und so viel ist klar: Mehr als nur ein Ersatz dürfte die Party auf dem Riesenareal in jedem Fall werden.

„An sich sind wir von einem freien Wochenende ausgegangen“, sagt Volksplatzvereinschef Falk Opelt mit Blick auf das „Geschäftsprinzip“ des Volkplatzvereins. Das besteht im ehrenamtlichen Einsatz der Vereinsmitglieder, von denen es aktuell etwa 25 gibt – mit einem aktiven Kern von zehn, zwölf Leuten. Dass die nun ein für Bornaer Verhältnisse durchaus Großveranstaltung zu nennendes Ereignis schultern, fällt jedenfalls nicht unter die Kategorie „Selbstverständlichkeit“. Vielmehr, so macht Opelt klar, wolle der Verein dem gängigen Vorurteil entgegentreten, „dass in Borna zu wenig los ist“.

Am 24. Juni ist das ab 19 Uhr jedenfalls nicht so, wenn im Bühnenbereich Betrieb herrscht. Unterstützt werden die Veranstalter dabei auch von Leuten, die nicht zum Verein gehören. „Die haben sich spontan bereit erklärt, mitzumachen“, so Opelt weiter. Eine unschätzbare Hilfe bei Veranstaltungen, bei denen es auf jeden einzelnen ankommt. Dabei hat es der Verein, der den Volksplatz seit mehr als zwei Jahrzehnten betreibt, nicht immer leicht, die „Event-Arena im Leipziger Neuseenland“, wie ein Werbeslogan lautet, immer effektiv zu betreiben – was auch an der Konkurrenz in der relativen Nachbarschaft liegt. Opelt: „Chemnitz und Zwickau haben ordentliche Stadthallen und Leipzig die Parkbühne“ – Veranstaltungsorte, die sich für Konzertagenturen mehr rentieren als der an sich hochattraktive Volksplatz. Ohne die großen Agenturen, die eben auch namhafte Künstler mitbringen, funktioniere der Betrieb eines Areals wie des Volksplatzes aber kaum. Zur Erinnerung: Die Zeiten, in denen bekannte Sänger wie Mathias Reim, Costa Cordalis und Roland Kaiser auf der Volksplatzbühne standen, liegen noch nicht so lange zurück.

Bisweilen sorgen aber auch hausgemachte Born’sche Probleme für Verdruss beim Volksplatzverein. Opelt erinnert an die Absage einer Veranstaltung anderthalb Wochen, bevor der erste Ton erklingen sollte. Das Konzert konnte nicht stattfinden, weil es gegen die gültige Lärmschutzrichtlinie verstieß, die die Zahl der unüberhörbaren Veranstaltungen in Borna innerhalb eines bestimmten Zeitraums beschränkt.

Bleibt die Frage, warum der Volksplatzverein nicht wieder die Tradition des sommerlichen Freiluftkinos aufnimmt. „Dazu müssten wir uns erst einmal einen Beamer anschaffen“, sagt der Volksplatzvereinsvorsitzende. Was aber im Prinzip möglich wäre. Nicht möglich hingegen wäre es, sofort die brandaktuellen Streifen über die Volksplatzbühne flimmern zu lassen. „Die dürfen erst sechs Wochen nach dem Kinostart Open Air gezeigt werden.“ Ganz abgesehen davon, dass Hollywood seine Blockbuster tendenziell eher in der kalten Jahreszeit auf den Markt bringt.

Immerhin steht der Höhepunkt der Volksplatzveranstaltungen 2017 noch aus: das Borna-Open-Air am 4. und 5. August. Zudem steht am 31. Oktober die alljährliche Halloween-Party auf dem Programm. Im nächsten Jahr gibt es dann etwas ganz besonderes, wenn Albert Hammond, kalifornischer Hitschreiber von Weltruf, und das Leipziger Symphonieorchester gastieren.

Von Nikos Natsidis

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