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Nabu-Gruppe Borna stellt Schutzzäune auf

Nabu-Gruppe Borna stellt Schutzzäune auf

„Temperatur und Regen am Wochenende waren ideal für die Wanderung der Amphibien“, sagt Jutta Hagemann. Deshalb wurden bereits am Donnerstag und Freitag die Amphibienzäune am Breiten Teich in Borna installiert.

Teichmolche, Frösche und Kröten müssen in den Eimer. Jürgen Hagemann von der NABU- Gruppe Borna baut den Amphibienzaun am Breiten Teich auf.

Quelle: Peter Krischunas

Borna. Autofahrer wird die alljährliche Aktion durch die Verkehrsschilder mit der Kröte aufgefallen sein, die rings um das Gewässer aufgestellt sind. An den Löscheranlagen und am Schillerpark befinden sich die Schutzzäune, um die zum Breiten Teich wandernden Teichmolche, Frösche und Kröten vor dem „Verkehrstod“ zu retten. Seit 1996 haben  Mitglieder der NABU- Gruppe Borna (Fachgruppe Naturschutz Borna des NABU Landesverband Sachsen) und andere Naturfreunde tausende Tiere an den Zäunen aufgehalten und über die Straße getragen. „Das müssen wir früh morgens, bevor die Gymnasiasten in die Schule gehen, und am späten Abend nach 21 Uhr machen“, sagte Jürgen Hagemann. Er war am Donnerstag für das Eingraben der Eimer und die Installation des Zaunes zuständig. Mit dabei war unter anderem auch Petra Hennig von der NABU- Gruppe Borna.Es sei alljährlich eine wichtige Aktion zum Erhalt der biologischen Vielfalt. „Wenn man bedenkt, dass zum Beispiel eine Erdkröte im Laufe ihres fünfjährigen Lebens einen Zentner Raupen, Würmer und Schnecken frisst, ist dies auch ein bedeutender Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung“, so der engagierte Bornaer. Somit sei auch den Gärtnern geholfen, die gerade mit den Schnecken so ihre Probleme haben.Ihre lieben Probleme hat Jutta Hagemann auch mit dem Zaun an den Löscheranlagen, der in den vergangenen Jahren immer wieder zerstört wurde. Auch die dahinter eingegrabenen Eimer wurden öfter herausgerissen und die Tiere getötet. So war das alte Zaunmaterial am Ende der Laichwanderung 2009 in einem Zustand, der jede Flickarbeit unmöglich machte. Fördermittel für Ersatzzäune stünden in Sachsen zurzeit nicht zur Verfügung. „In höchster Not halfen uns Naturschützer aus dem Landkreis und stellten uns leihweise 200 Meter Zaunmaterial zur Verfügung“, berichtete Jutta Hagemann, die einst als Biologielehrerin in Borna und zuletzt am Geithainer Gymnasium arbeitete. Die NABU-Gruppe bittet darum, die Zäune und Eimer unversehrt zu lassen. Auch sollten Passanten oder Jugendliche, die sich in dem Park aufhalten, die Tiere nicht selbst über die Straße zu tragen. Denn die Zahl der verschiedenen Arten muss von den Naturschützern erfasst werden. Da die Amphibien überwiegend nachts wandern, sind die Helfer täglich in den späten Abend- und frühen Morgenstunden an den Zäunen. Die Tiere müssen laut Jutta Hagemann nicht unzumutbar lange in den Eimern ausharren.Eigentlich sollte die Aktion bereits zwei Wochen früher starten. „Doch die niedrigen Temperaturen machten uns einen Strich durch die Rechnung“, erzählt die Bornaerin. Der Boden müsse eine Mindesttemperatur von vier Grad Celsius haben.Bis Anfang Mai werden die Zäune  und Verkehrsschilder stehen bleiben. Dann ist die Wanderung der Tiere vorbei.   

Peter Krischunas

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