Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Nabu-Gruppe Borna stellt Schutzzäune auf
Region Borna Nabu-Gruppe Borna stellt Schutzzäune auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:41 21.03.2010
Teichmolche, Frösche und Kröten müssen in den Eimer. Jürgen Hagemann von der NABU- Gruppe Borna baut den Amphibienzaun am Breiten Teich auf. Quelle: Peter Krischunas
Anzeige
Borna

Autofahrer wird die alljährliche Aktion durch die Verkehrsschilder mit der Kröte aufgefallen sein, die rings um das Gewässer aufgestellt sind. An den Löscheranlagen und am Schillerpark befinden sich die Schutzzäune, um die zum Breiten Teich wandernden Teichmolche, Frösche und Kröten vor dem „Verkehrstod“ zu retten. Seit 1996 haben  Mitglieder der NABU- Gruppe Borna (Fachgruppe Naturschutz Borna des NABU Landesverband Sachsen) und andere Naturfreunde tausende Tiere an den Zäunen aufgehalten und über die Straße getragen. „Das müssen wir früh morgens, bevor die Gymnasiasten in die Schule gehen, und am späten Abend nach 21 Uhr machen“, sagte Jürgen Hagemann. Er war am Donnerstag für das Eingraben der Eimer und die Installation des Zaunes zuständig. Mit dabei war unter anderem auch Petra Hennig von der NABU- Gruppe Borna.Es sei alljährlich eine wichtige Aktion zum Erhalt der biologischen Vielfalt. „Wenn man bedenkt, dass zum Beispiel eine Erdkröte im Laufe ihres fünfjährigen Lebens einen Zentner Raupen, Würmer und Schnecken frisst, ist dies auch ein bedeutender Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung“, so der engagierte Bornaer. Somit sei auch den Gärtnern geholfen, die gerade mit den Schnecken so ihre Probleme haben.Ihre lieben Probleme hat Jutta Hagemann auch mit dem Zaun an den Löscheranlagen, der in den vergangenen Jahren immer wieder zerstört wurde. Auch die dahinter eingegrabenen Eimer wurden öfter herausgerissen und die Tiere getötet. So war das alte Zaunmaterial am Ende der Laichwanderung 2009 in einem Zustand, der jede Flickarbeit unmöglich machte. Fördermittel für Ersatzzäune stünden in Sachsen zurzeit nicht zur Verfügung. „In höchster Not halfen uns Naturschützer aus dem Landkreis und stellten uns leihweise 200 Meter Zaunmaterial zur Verfügung“, berichtete Jutta Hagemann, die einst als Biologielehrerin in Borna und zuletzt am Geithainer Gymnasium arbeitete. Die NABU-Gruppe bittet darum, die Zäune und Eimer unversehrt zu lassen. Auch sollten Passanten oder Jugendliche, die sich in dem Park aufhalten, die Tiere nicht selbst über die Straße zu tragen. Denn die Zahl der verschiedenen Arten muss von den Naturschützern erfasst werden. Da die Amphibien überwiegend nachts wandern, sind die Helfer täglich in den späten Abend- und frühen Morgenstunden an den Zäunen. Die Tiere müssen laut Jutta Hagemann nicht unzumutbar lange in den Eimern ausharren.Eigentlich sollte die Aktion bereits zwei Wochen früher starten. „Doch die niedrigen Temperaturen machten uns einen Strich durch die Rechnung“, erzählt die Bornaerin. Der Boden müsse eine Mindesttemperatur von vier Grad Celsius haben.Bis Anfang Mai werden die Zäune  und Verkehrsschilder stehen bleiben. Dann ist die Wanderung der Tiere vorbei.   

Peter Krischunas

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Was soll man über Frank Schöbel noch sagen?“, fragte sich Heidrun Junge. Er habe keine Star-Allüren und begeistert sein Publikum heute wie vor 40 Jahren.

21.03.2010

Oberbürgermeisterin Simone Luedtke soll ein Gutachten erstellen lassen, aus dem der bauliche Zustand der ehemaligen Reithalle am Breiten Teich hervorgeht. Einem entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion stimmte der Stadtrat auf seiner Sitzung vorgestern Abend zu.

19.03.2010

Die Antwort aus Dresden dürfte für verbreitetes Kopfschütteln sorgen. Auf die Ankündigung der Mitglieder des Deutzener Gemeinderates, geschlossen zurückzutreten, wenn das Sächsische Innenministerium (SMI) nicht bald den Weg für die Eingemeindung des Ortes nach Neukieritzsch ebnet, verweist das Ministerium nüchtern auf die Gesetze.

19.03.2010
Anzeige