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Borna Nach 30 Jahren tickt die Uhr der Bornaer Dinterschule wieder
Region Borna Nach 30 Jahren tickt die Uhr der Bornaer Dinterschule wieder
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00:19 16.08.2017
Die Dinterschule hat seit kurzem wieder eine funktionierende Turmuhr, auf den Anbau des Fahrstuhls am rechten Flügel muss die Einrichtung aber noch warten. Quelle: Julia Tonne
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Borna

Sie tickt wieder – die Turmuhr an der Bornaer Dinterschule. Pünktlich zum Schuljahresbeginn hat sie ihren Dienst aufgenommen – nach fast 30 Jahren Stillstand. Schulleiter Frank Ziemann kennt sie nach eigener Aussage nur in kaputtem Zustand, „schon weit vor der Wende hat sie ihren Dienst aufgegeben“, sagt er. Doch weil das Gebäude am Dinterplatz nun fast vollständig saniert und die Außenhülle fertig und ansehnlich sei, sollte eine funktionierende Uhr das i-Tüpfelchen werden.

Das ist geglückt, zukünftig können die Schüler wieder pünktlich in den Unterricht kommen. Bisher hatte niemand die Reparatur veranlasst, weil hohe Kosten vermutet worden waren. Nach einer Begutachtung durch die Fachfirma Knapp aus Gößnitz dann die Erleichterung: Mit 600 Euro schlage der Austausch des Uhrwerks zu Buche. „Dann fing die Suche nach Sponsoren an“, erzählt Ziemann. Allerdings dauerte die nicht allzu lange, der Förderverein der Schule erklärte sich bereit, die kompletten Kosten zu übernehmen. Innerhalb weniger Tage vor den Sommerferien war der Zeitanzeiger gereinigt, waren kaputte Teile ausgetauscht und die Mechanik geschmiert worden.

Bisher stand die Uhr bei 12 Uhr still, nun tickt sie wieder richtig. Quelle: Frank Ziemann

Und mittlerweile haben wohl alle Schüler bemerkt, dass es nicht jederzeit 12 Uhr ist, immer wieder gehen die Blicke während der Hofpause zur Turmuhr hinauf. „Eine Uhr gehört nun einmal zur Schule dazu, und wenn es dann noch eine schöne ist, soll sie auch zeigen, was sie kann“, so Ziemann weiter. Was hingegen noch nicht fertig gestellt wurde während der Sommerferien, ist der Anbau des Fahrstuhls. Nach Aussage des Schulleiters habe es aber mittlerweile eine Einigung zwischen Stadtverwaltung, Amt für Denkmalpflege und Schule gegeben, wo der Lift angebaut werden soll. Um keine Klassenzimmer einzubüßen, bekommt er seinen Platz am rechten Flügel des Gebäudes.

Die Vorhabenliste der Dinterschule neben den noch ausstehenden Bauarbeiten ist für das gerade begonnene Schuljahr alles andere als kurz. Bereits in den kommenden Wochen beginnt eine Kooperation mit der Oberschule in Wurzen. Seit die Bornaer Einrichtung als „Starke Schule“ ausgezeichnet wurde, wie die LVZ berichtete, gehört sie zu einem bundesweiten Netzwerk. „Unsere Zusammenarbeit wird sich zunächst auf die Deutsch-als-Zweitsprache-Klassen konzentrieren“, erklärt Ziemann. Bei einem ersten Treffen im September gehe es unter anderem um Fragen zu Tagesabläufen, Lehrerbesetzung, Willkommenskultur im Unterricht und der Integration der Schüler anschließend in den Regelklassen. Im Gegensatz zur Dinterschule habe die Oberschule in Wurzen nur eine Deutsch-als-Zweitsprache-Klasse (DaZ), in Borna lernen Schüler mit Migrationshintergrund in zwei Klassen – „das ist in vielerlei Hinsicht um einiges einfacher“, macht Ziemann deutlich, denn dadurch sei die Förderung jedes Einzelnen ganz anders möglich.

Ein weiteres Ereignis, das im Frühjahr ansteht, sich aber lediglich auf einige Tage beschränkt, ist der Besuch der kanadischen Partnerschule in Borna. „Seit Jahren haben wir Kontakt nach Calgary, im März brechen der Chor und eine Band zur Europatournee auf und machen auch hier Station. Berlin – Wien – Borna sozusagen“, sagt Ziemann. Geplant sei unter anderem ein gemeinsamer Auftritt beider Schulen im Stadtkulturhaus – und gemeinsame Unternehmungen am Rande des Besuchs.

Schon in der nächsten Woche geht es in der Dinterschule international zu – eine Delegation aus der ukrainischen Partnerstadt Irpin ist erneut in der Großen Kreisstadt zu Gast. Diesmal reisen Lehrer und Schulleiter an, und die nehmen anschließend Eindrücke aus der Bornaer Ober- sowie den Grundschulen mit.

Von Julia Tonne

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