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Borna Nach Anschlag in Borna: Bon Courage mit Freiluftbüro
Region Borna Nach Anschlag in Borna: Bon Courage mit Freiluftbüro
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20:04 06.05.2016
Auf die Geschäftsstelle von Bon Courage in Borna wurde am Mittwoch ein Anschlag verübt. Quelle: Andreas Döring
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Borna

Wenige Tage nach dem Säureanschlag und dem Steinwurf auf das Vereinsbüro von Bon Courage in der Bornaer Kirchstraße waren am Freitag die Aufräum- und Reparaturarbeiten im vollen Gange. Neue Schaufensterscheiben wurden eingesetzt, die Räume gründlich gelüftet und gereinigt. „Aber der Geruch ist leider immer noch da, sodass wir drinnen nicht arbeiten können. Man kann kaum atmen“, berichtet Sandra Münch (29), die gemeinsam mit ihrer Schwester Carolin (26) beim Verein fest angestellt ist. „Also haben wir unsere Schreibtische kurzerhand ins Freie verlegt.“ Unter blauem Himmel und bei strahlendem Sonnenschein boten die jungen Frauen am Freitagmittag auf dem benachbarten Lutherplatz ihre Hilfe für Flüchtlinge an.

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In Borna ist das Büro eines Hilfsprojektes für Flüchtlinge angegriffen worden. Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) und Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (linke) verurteilten die Attacke und besuchten Bon Courage am Vormittag.

„Wir lassen uns nicht unterkriegen und wir wollen weiter arbeitsfähig bleiben“, gibt sich die gebürtige Bornaerin kämpferisch. „So wird es auch in Zukunft sein: Es geht einfach weiter. Jeder Pflasterstein gibt uns nur noch mehr Boden unter den Füßen.“ Der Angriff auf das Vereinsbüro in der Nacht zum Mittwoch habe Bon Courage nicht geschadet, sondern im Gegenteil viele neue Unterstützer, Spenden und Sympathisanten gebracht. Allein bei der Veranstaltung Rock am Kuhteich wurde für den Verein Geld gesammelt, so die 29-Jährige weiter.

Jeden Montag von 12 bis 15 Uhr und Freitag von 10 bis 14 Uhr berät und informiert Bon Courage Flüchtlinge zu verschiedenen Themen, hilft ihnen beim Briefverkehr und persönlichen Dingen. Hauptsächlich gehe es dabei um Asylrecht, aber auch allgemein um ihre Rechte und Pflichten sowie das Ermuntern zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Ein gutes Netzwerk an ehrenamtlichen Sprachmittlern stehe ihnen dabei zur Seite. Ziel sei es, eine Kultur des gegenseitigen Respekts zu etablieren, in der unterschiedliche Sicht- und Lebensweisen anerkannt werden und nebeneinander existieren können.

Von Kathrin Haase

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