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Borna Nach Ausheben illegaler Hanfplantage in Borna: 45-Jähriger weiter in Haft
Region Borna Nach Ausheben illegaler Hanfplantage in Borna: 45-Jähriger weiter in Haft
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16:39 06.03.2018
Mehr als 3000 erntereife Marihuanapflanzen haben sich in der Halle in Borna befunden. Sie wurden beschlagnahmt. Quelle: LKA
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Borna

Nachdem das Landeskriminalamt Ende Januar in Borna eine illegale Hanfplantage ausgehoben hat, sitzt ein 45 Jahre alter polnischer Staatsbürger nach wie vor in Untersuchungshaft. Das teilt die Staatsanwaltschaft Leipzig auf Anfrage der LVZ mit. Gegen ihn bestehe der „dringende Tatverdacht unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“, teilt Staatsanwältin Jana Friedrich mit.

Einsatz mit Hubschrauber und 140 Polizeibeamten

Am 25. und 26. Januar hatte ein groß angelegter Einsatz des Landeskriminalamtes (LKA) mit Hubschrauber und 140 Polizeibeamten in Borna für Aufregung, Befürchtungen und Rätselraten gesorgt. Es wurde über einen möglichen Antiterroreinsatz spekuliert genauso wie über die Möglichkeit, die Beamten könnten einem Gewalttäter auf der Spur sein. Das LKA hüllte sich in Schweigen und klärte die Öffentlichkeit erst am Nachmittag des zweiten Einsatztages auf.

Demnach war in einer Halle auf dem Gelände der ehemaligen Firma Rekultivierung in der Deutzener Straße die Plantage mit rund 3000 Marihuanapflanzen geräumt worden.

Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt

Auch knapp sechs Wochen nach dem Einsatz hält sich die Staatsanwaltschaft bedeckt, was den Ablauf des Einsatzes und die vorangegangene Observierung der Halle angeht. Begründung: Die Ermittlungen laufen noch.

Auch für die große Zahl an Polizisten, über die sich etliche Bornaer nach Bekanntwerden des Einsatzzweckes gewundert hatten, liefert die Behörde nur eine dünne Begründung: „Die vergleichsweise hohe Zahl der eingesetzten Beamten der Polizei- und Zollbehörden hing mit der großen Zahl der sicherzustellenden Cannabispflanzen und weiteren Beweismittel zusammen“, heißt es in der Antwort der Staatsanwaltschaft.

Die Cannabispflanzen seien als Beweismittel sichergestellt worden, sie befänden sich in „amtlicher Verwahrung“. Die genaue Menge und der Wirkstoffgehalt der Pflanzen werden noch untersucht.

Von André Neumann

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