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Nach Brand bei Lobstädt droht Streit vor Gericht

Feuerwehr-Einsatz Nach Brand bei Lobstädt droht Streit vor Gericht

Nach einem Brand bei Lobstädt droht Streit. Blauland-Geschäftsführer Alexander Wolf kritisiert die Feuerwehr. Die Kameraden hatten einen in Brand geraten Haufen von Grünschnitt und Baumstümpfen mit Schaum gelöscht. Dabei handelte es sich offenbar um wertvolles Holz. Die Reste sind jetzt Sondermüll.

Für solche Habitate, künstlich angelegte Lebensräume für Eidechsen und andere kleine Tiere, wird das Totholz gebraucht, erklärt Blauland-Geschäftsführer Alexander Wolf.

Quelle: André Neumann

Neukieritzsch/Kahnsdorf. Nach einem Feuer an der Straße zwischen Kahnsdorf und Rötha droht ein juristisches Nachspiel. Wie berichtet war in der Nacht zum Dienstag am Rande eines Feldes ein Haufen mit Baumschnitt, Baumstubben, -stämmen und Unrat in Brand geraten. Kameraden mehrerer Feuerwehren waren stundenlang im Einsatz und löschten das Feuer mit Schaum. Jetzt kritisiert Alexander Wolf, Geschäftsführer des in Kahnsdorf ansässigen Agrarunternehmens Blauland, das Vorgehen der Feuerwehren. Die Kosten für den Einsatz werde sein Unternehmen nicht übernehmen. „Das müssen unsere Anwälte klären“, sagte Wolf. Kosten dürften außerdem für die Entsorgung der Brandreste entstehen. Eine Mitarbeiterin der Neukieritzscher Gemeindeverwaltung hatte von Sondermüll gesprochen.

Die Fläche gehört dem Kahnsdorfer Unternehmen, welches rund um den Hainer See Land- und Forstwirtschaft betreibt. Der angebliche Unrat sei über zwölf bis 18 Monate vorgerottetes Totholz gewesen. Wertvolles Material zum Bau von Habitaten für Kleintiere. Solche müssen Bauherren als Ausgleichsmaßnahme schaffen, wenn durch Baumaßnahmen Lebensräume beispielsweise von Amphibien zerstört werden. Blauland erledigt das als Dienstleister unter anderem für die Stadt Borna und die Gemeinde Neukieritzsch. Dafür kämen neben Sand, Kies und Steinen Reisig, Baumverschnitt und Baumstubben zum Einsatz. Der Haufen bei Lobstädt, auf dem man das Material lagere, sei mehrere Zehntausend Euro wert gewesen. Das Material sollte demnächst verwendet werden.

Dass Gärtner ihren Abfall auf den zusammengetragenen Haufen werfen, müsse man in Kauf nehmen, so Wolf. Das werde regelmäßig aussortiert. Nachdem unter Einsatz von Chemikalien mit Schaum gelöscht wurde, „ist es jetzt wirklich Sondermüll“, ärgert er sich über den Verlust.

Dem widerspricht Maik Stelzner, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Lobstädt. Sondermüll sei abgebranntes Material ohnehin immer, sagt er. Die Entscheidung, mit Schaumbildner zu löschen, habe die Einsatzleitung der Feuerwehr Rötha schon gegen Mitternacht getroffen. Auf diese Weise könnten die begrenzten Wasservorräte effektiver genutzt werden.

Stelzner hält auch nichts von Wolfs Einwurf, die Feuerwehren hätten den Haufen kontrolliert abbrennen lassen sollen. „Dort stehen daneben Pappeln, die um diese Jahreszeit sehr feucht sind“, begründet der Blauland-Chef seine Ansicht und stellt fest: „Es war weder Gefahr im Verzug noch gibt es schützenswerte Güter in der Umgebung.“

Stelzner, dessen Wehr kurz vor sechs Uhr morgens als Ablösung alarmiert wurde, hält dagegen, das Abbrennen dieses großen Haufens hätte mehrere Kameraden über mehrere Tage gebunden. „Das war für mich keine Maßgabe.“ Man könne auch nicht ausschließen, dass das benachbarte Feld durch Funkenflug Feuer fängt, auch wenn es geregnet hat, gibt er zu bedenken.

Alexander Wolf hat bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt wegen Brandstiftung gestellt. Selbstentzündung komme so gut wie nicht in Frage, ist der Landwirt überzeugt.

Von André Neumann

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