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Borna Nach Finnland ist vor Portugal: Böhlener wollen wieder zum Folklorefestival
Region Borna Nach Finnland ist vor Portugal: Böhlener wollen wieder zum Folklorefestival
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18:43 28.03.2018
Der Umzug mit rund 290 Tanzgruppen war ein Höhepunkt für die Böhlener im finnischen Turku. Quelle: Barbara Lehmann
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Böhlen

Gerade erst aus Finnland zurück, beginnen bei den jungen Tänzerinnen vom Tanzstudio Böhlen der Musik-und Kunstschule „Ottmar Gerster“ schon die Vorbereitungen für eine mögliche Reise nach Portugal. Dort findet im nächsten Jahr die Europeade statt, Europas größtes Folklorefestival.

Zum zweiten Mal bereits waren die Böhlener unter der Leitung der Tanzlehrerin Simone Viereder bei dem internationalen Festival dabei, das sie vor kurzem ins finnische Turku führte. 15 Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren hatten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, sich dort vorzustellen. Damit war das Tanzstudio sachsenweit die einzige Gruppe, die in diesem Jahr zur Europeade aufbrach, die unter dem Motto „Zusammen“ stand. „Und das Motto galt für das gesamte Wochenende: in der Unterkunft, bei den Auftritten, innerhalb der Gruppe und natürlich für alle angereisten Teilnehmer“, erzählt Barbara Lehmann, Sprecherin der Stadt Böhlen, die mitgereist war.

Auftritt der Böhlener. Quelle: Barbara Lehmann

Fünf Auftritte standen für die Mädels auf dem Programm, zwei davon mitten in Turku. Highlights seien laut Lehmann die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung gewesen, die für die Böhlener fast ins Wasser gefallen wären. Denn mitmachen durfte nur, wer Musiker mitgebracht hatte, die live spielten. Doch Viereder war im Vorfeld umtriebig, nahm Kontakt zum Thüringer Heimat- und Trachtenverein auf, der mit musikalischer Verstärkung nach Finnland reiste. „Also gab es zwei gemeinsame Proben vor der Abfahrt“, sagt Lehmann.

Die Mühe habe sich ausgezahlt, „der Auftritt vor mehr als 5000 Zuschauern war für die Mädchen ein unvergessliches Erlebnis“. Genauso bleibt ihnen aber noch ein weiterer Höhepunkt in Erinnerung. Das Tanzstudio war am Versuch der Finnen beteiligt, mit zehntausenden Tänzern ins Guinessbuch der Rekorde zu kommen. Humppa – eine finnische Variante des Foxtrott – wurde im ganzen Land an mehreren Orten gleichzeitig getanzt, unter anderem in Turku.

Etwas beschaulicher hingegen fielen die beiden Auftritte der Böhlener auf Bühnen in der Stadt aus. Die Mädchen zeigten unter anderem die Tänze „Osterwasser“, „Auf dem Feld zur Vogelscheuche“, „Spinnrad“ und die Lausitzer Quadrille.

„Das Interesse der Jugendlichen an Folklore hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen“, sagt Tanzlehrerin Viereder, die Teilnahme an der Europeade im vergangenen Jahr in Belgien und diesmal in Finnland sei daher nur folgerichtig gewesen. Nächstes Jahr wird in Portugal das Folklorefestival ausgerichtet, und schon jetzt ist klar, dass die Böhlener wieder dabei sein wollen. Denn reise- und auftrittserfahren sind die Mädchen längst.

Von Julia Tonne

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