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Nach Rechtsstreit wieder Gespräche zur Zukunft der Wasserkugel Deutzen

Neukieritzsch Nach Rechtsstreit wieder Gespräche zur Zukunft der Wasserkugel Deutzen

Ein Jahr nach dem Ende des Rechtsstreites wird jetzt wieder geredet: Von einer Lösung für die Zukunft der Wasserkugel Deutzen sind die Beteiligten aber noch weit entfernt. Kommune, LMBV und Bergbau-Technik-Park verhandeln über die Zukunft des Industriedenkmals.

Natürlich gibt es die Deutzener Wasserkugel in Wirklichkeit nur einmal, gerade das macht sie als Industriedenkmal so wertvoll. Hier hat der Fotograf per Dreifachbelichtung ein Trio geschaffen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Neukieritzsch/Deutzen. Rund fünf Jahre lang hatte sich die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) vor Verwaltungsgerichten gegen das Abrissverbot für die Wasserkugel Deutzen, die auf ihrem Grundstück steht, gewehrt. In letzter Instanz war der Bergbausanierer damit vor dem Bundesverwaltungsgericht gescheitert. Das war vor ungefähr einem Jahr. Jetzt gibt es wieder Gespräche zur Zukunft der Kugel. Was aus ihr wird, ist aber noch lange nicht klar.

Die LMBV tut sich mit dem Thema schwer. Sucht man auf den Internetseiten des Bergbausanierers nach der Wasserkugel, finden sich gerade mal vier knappe Einträge, der letzte vom 15. Dezember 2016. In Sachen Öffentlichkeitsarbeit ist das Unternehmen da bei der Pleißereinigung, einem anderen in der Region bewegenden Thema, schon einen ganzen Schritt weiter.

Damals hieß es noch, die LMBV wolle das Urteil des höchsten deutschen Verwaltungsgerichtes juristisch prüfen. Mittlerweile ist das offenbar akzeptiert worden und die Beteiligten setzen sich an einen Tisch. Zuletzt trafen der Neukieritzscher Bürgermeister und Vertreter des Vereins Bergbau-Technik-Park (BTP) mit Vertretern der LMBV zusammen.

Bürgermeister Hellriegel: „Wir sind auf einem Weg“

„Wir sind auf einem Weg, so dass etwas daraus werden kann“, schätzt Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU) vorsichtig ein. Er macht zugleich deutlich, dass die Kommune und der Verein von der LMBV mehr erwarten als das, was bisher angeboten wird. Die LMBV sieht ihre Verantwortung für die Wasserkugel bislang nur im Rahmen des Denkmalschutzgesetzes. Es gelte, sagt Abteilungsleiter Georg Morszeck, „dass Eigentümer und Besitzer von Kulturdenkmalen diese pfleglich zu behandeln und im Rahmen des Zumutbaren denkmalgerecht zu erhalten und vor Gefährdung zu schützen haben.“

Dieser Pflicht möchte sich die LMBV gern entledigen, indem sie das Bauwerk an einen Dritten übergibt. Dass das der BTP sein könnte, wird nicht erst seit heute diskutiert. Allerdings gehen die Ansichten darüber, wie es zur Übergabe kommen könnte, noch weit auseinander. Ungefähr so weit, wie Sicherung und Sanierung des Industriedenkmals finanziell voneinander entfernt sind. Auf die Frage, ob sich die LMBV an einer Sanierung beteiligen würde, antwortet Morszeck: „Die LMBV wird Maßnahmen zum weiteren Erhalt des Zustandes der Wasserkugel umsetzen.“

Wasserkugel keine Gefahr für Öffentlichkeit

Laut Morszeck sei die Tragkonstruktion der Wasserkugel stand- und verkehrssicher. Absturzgefährdete Teile seien entfernt worden und für die Öffentlichkeit gehe vom Bauwerk keine Gefahr aus. Das Areal ist eingezäunt und gegen unbefugten Zutritt geschützt.

Ein weiterer Partner ist die benachbarte Bodensanierungsfirma Are in Deutzen. Die hat ein Vorkaufsrecht für das Grundstück, wird aber wohl nur kaufen, wenn die Kugel mit ihrer Fläche aus dem Areal herausgelöst wird. Bis zu einer tragfähigen Lösung wird daher vermutlich noch eine Weile verhandelt. Hellriegel rechnet mit einem nächsten Gespräch in einem halben Jahr.

Von André Neumann

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