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Nach Rücktritt wählt Pegaus Stadtrat Vize für Bürgermeister Frank Rösel

Kommunalpolitik Nach Rücktritt wählt Pegaus Stadtrat Vize für Bürgermeister Frank Rösel

Die Abgeordnetenzeit von Horst Wiligalla ist Geschichte. Sein Rücktritt ist vom Pegauer Stadtrat am Mittwochabend formell akzeptiert worden. Zum Nachfolger für ihn als 1. Stellvertreter des Bürgermeisters wurde Uwe Bartsch gewählt, 2. Vize ist nun Horst Gutzschebauch. Das Mandat in der Fraktion Wählergemeinschaft Pro Pegau hat Andreas Waitz übernommen.

Pegaus Bürgermeister Frank Rösel (M.) mit seinen frisch gewählten Stellvertretern Uwe Bartsch (r., Freie Wählergemeinschaft Kitzen) und Horst Gutzschebauch (Wählergemeinschaft Pro Pegau).

Quelle: Olaf Krenz

Pegau. Den offiziellen Abschied aus dem Pegauer Stadtrat wollte er sich dann doch nicht antun: Horst Wiligalla. Das war am Mittwochabend im kleinen Rathaussaal auch nicht so spannend und emotional wie die Rücktrittsrede, die er bei der vorherigen Sitzung Anfang Dezember gehalten hatte (die LVZ berichtete). Die Abgeordneten stimmten formell dem Abgang des Seniors aus ihrem Kreis zu und wählten dann die Nachfolger. Am wichtigsten dabei: Neuer 1. Stellvertreter des Bürgermeisters ist Uwe Bartsch von der Freien Wählergemeinschaft Kitzen.

Zunächst wurde Wiligalla noch einmal von seinem früheren Fraktionsvorsitzenden Kurt Brause (Wählergemeinschaft Pro Pegau) gewürdigt. „Vor allem für seine langjährige Mitarbeit im Stadtrat und sein Engagement an der Seite des damaligen Bürgermeisters Peter Bringer beim Hochwasser will ich ihm danken“, sagte er. Für die aktuelle Situation habe er Verständnis, und er wünsche Wiligalla alles Gute. Auf das Zerwürfnis mit der Fraktion, das der Ausgeschiedene als einen wesentlichen Grund für seinen Ausstieg – neben privaten Angelegenheiten – angegeben hatte, ging er nicht ein. An das Lob für die Arbeit in den Vorjahren schloss sich Stadtchef Frank Rösel (parteilos) ohne Einschränkung an. Er erklärte zudem, dass laut Gemeindeordnung ein wichtiger Grund für die Beendigung der ehrenamtlichen Tätigkeit vorliegt, wenn der Betreffende älter als 65 Jahre ist; Wiligalla wurde kürzlich 73. Der frühere Fahrlehrer und Chef einer Fahrschule war 2009 erstmals in den Stadtrat eingezogen und gleich darauf zum Bürgermeister-Vize gewählt worden. Beides hatte sich 2014 wiederholt.

Horst Gutzschebauch (Pro Pegau) hinterfragte den geforderten Ratsbeschluss: „Was passiert denn, wenn wir alle mit Nein stimmen?“ Das ist nicht vorgesehen, meinte Rösel. Und Reinhard Döring (SPD) warf ein: „Wiligalla wird nicht zurückkommen. Und es gibt keinen Nachrücker, sodass wir einer weniger bleiben.“ Wozu es aber nicht kommt: Das Ausscheiden wurde einstimmig bestätigt.

Der bis dahin leere Platz am Tisch wurde gleich im Anschluss besetzt. Ein Kandidat musste nicht erst gefunden werden, sondern stand mit Andreas Waitz schon bereit. Der hatte bei der Kommunalwahl 2014 mit 166 Stimmen das achtbeste Ergebnis für Pro Pegau geholt, musste aber wegen der sieben Stadtratsmandate für die Wählergemeinschaft bisher zu­schauen. Bürgermeister Rösel verpflichtete den Brennstoffhändler und Spediteur nun als Abgeordneten.

Ebenso schnell stand Wiligallas Nachfolger als Bürgermeister-Vertreter fest. Die von Carsten Iwan (Siedlerverein Kitzen-Rodeland) vorgeschlagene Margot Neubacher (Pro Pegau) lehnte dankend ab. So war Uwe Bartsch, zuvor der zweite Ersatzmann, ohne Konkurrenz. Er erhielt 16 Stimmen. Ein Nein und eine Enthaltung konnten ihm nichts anhaben. Er nahm die Wahl an und versprach, die Funktion ganz anders auszuüben als sein Vorgänger: meistens gar nicht. „Du bis der Boss“, rief er Rösel zu. „Ich übernehme nur im absoluten Notfall.“

Den damit frei gewordenen Posten des 2. Stellvertreters beanspruchte Pro Pegau als stärkste Fraktion für sich. „Nachdem wir lange den ersten Vize hatten, haben wir ihn zur besseren Einbindung der neueren Ortsteile einem Kitzener überlassen“, erklärte Silvio Bringer. „Für das andere Amt schlagen wir Horst Gutzschebauch vor.“ CDU-Frau Ute Krüger hielt mit SPD-Mann Reinhard Döring entgegen. Der war zwar überrascht, willigte aber „aus Gründen der Demokratie“ ein. Bei der geheimen Wahl entfielen auf ihn acht Stimmen. Gutzschebauch erhielt zehn und übernahm damit wieder die Funktion, die er schon von 2009 bis 2014 innegehabt hatte.

Von Olaf Krenz

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