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Borna Nach Unwetter: Ausmaß der Schäden noch unklar
Region Borna Nach Unwetter: Ausmaß der Schäden noch unklar
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18:04 23.07.2010
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Borna

Allein der Stromversorger EnviaM musste mehrere Reparaturtrupps losschicken.

Im Landkreis Leipzig waren zeitweise 10 000 EnviaM-Kunden von der Stromversorgung abgeschnitten. Im Raum Borna saßen vor allem Espenhainer und Pötzschauer im Dunkeln, aber auch andere Orte wie Gestewitz und Altwitznitz waren betroffen, informierte am Freitag Sören Rother von der EnviaM in Markkleeberg. „Bis auf drei Häuser in der Bauernhofstraße in Espenhain sind am Freitag um 1.02 Uhr alle Kunden wieder am Netz gewesen." Dort hatte ein stürzender Baum eine Freileitung heruntergerissen. Durch Umschaltungen konnte EnviaM die meisten betroffenen Häuser zunächst wieder versorgen, in Gestewitz und Altwitznitz tuckerten noch gestern Notstromaggregate. Am Fretiag schickte der Stromversorger dann auch weitere Reparaturtrupps los, um die Schäden zu beseitigen. Insbesondere wurden durch umstürzende Bäume und Orkanböen Freileitungen beschädigt, darunter sogar 20-Kilovolt-Leitungen, informierte Rother. Zwischen Espenhain und Mölbis knickte der Sturm drei Masten. „Wir haben noch keinen Überblick über die Schäden", sagte Rother. Erst nach Abschluss aller Reparaturen sei ein Kassensturz möglich.

Insbesondere die Kameraden des Espenhainer Feuerwehrverbundes hatten alle Hände voll zu tun, um zu helfen und die Unwetterschäden zu beseitigen. „In Espenhain fiel eine Pappel auf das Dach eines Wohnhauses, mehrere Keller standen unter Wasser", bestätigte am Freitag Thomas Faust von der Polizeidirektion Westsachsen. Im Gestewitzer Bergweg sei ein Baum auf einen Personenkraftwagen gefallen und habe ihn beschädigt. In Kesselshain schleuderte der Sturm gegen 18.20 Uhr ein Toilettenhäuschen auf die Straße, so Faust weiter.

Auch die Feuerwehren Borna und Eula mussten ausrücken, beseitigen zum Beispiel den Baum, der in Gestewitz das Auto beschädigt hatte. Im Bereich Pawlow-/Virchowstraße und in der Deutzener Straße an der Kippe drohten Bäume auf die Straße zu fallen, so der stellvertretende Wehrleiter Marcel Böhme. Die Kameraden bannten die Gefahr. Mit ihrer Drehleiter halfen sie in Großzössen und Lobstädt, wo nach dem Sturm von Straßen und auf Grundstücken ebenfalls Bäume zu zerkleinern waren. 15 Mann der Bornaer und neun Mann der Eulaer Wehr waren mit fünf Fahrzeugen bis 23 Uhr im Einsatz, erzählte Böhm. „Wir hatten unsere Zentrale besetzt", sagte er und lobte die Zusammenarbeit mit der Leitstelle in Grimma.

Auch südlich von Borna musste eine Feuerwehr ran. Vermutlich durch einen Blitz geriet am Donnerstag gegen 19.30 Uhr Unrat und Gestrüpp in der Nähe des Kinderspielplatzes am Kaplanberg in Frohburg in Brand. Frohburgs Feuerwehr rückte mit einem Fahrzeug und neun Kameraden aus. Kurz nach 20 Uhr war ihr Einsatz beendet. „Ansonsten gab es in unserer Ecke keinen weiteren Unwettereinsatz", so Stadtwehrleiter Lars Kupfer.

Frank Prenzel

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