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Nach einjähriger Bauzeit: Lobstädter weihen ihre neue Victoria-Sporthalle ein

Freizeitsport Nach einjähriger Bauzeit: Lobstädter weihen ihre neue Victoria-Sporthalle ein

Hunderte Lobstädter haben am Sonnabend ihre neue Sporthalle eingeweiht. Mit dem Ereignis ging für viele ein Traum in Erfüllung, vor allem für die Sportler des TSV 1863 Lobstädt.

Planerin Julia Breitenfeld, Bürgermeister Thomas Hellriegel und TSV-Chef Claus Meiner enthüllen die Erinnerungstafel für die Victoria.

Quelle: André Neumann

Neukieritzsch/Lobstädt. Hunderte Lobstädter haben am Sonnabend die Einweihung ihrer neuen Sporthalle gefeiert. Organisiert hatte das Fest der TSV 1863 Lobstädt, dessen Mitglieder die moderne‚ barrierefreie Einfeldsporthalle nachmittags und abends nutzen, während die Halle am Vormittag dem Schulsport vorbehalten ist.

Der Neukieritzscher Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU) erinnerte in seiner Ansprache an die lange Entstehungsgeschichte der Halle. 2008, kurze Zeit nach der Eingemeindung von Lobstädt, habe man in Neukieritzsch mit den Planungen begonnen. Der erste Fördermittelantrag wurde 2009 gestellt, 2010 erhielt die Gemeinde schon die Baugenehmigung. Die Zusage über die Fördermittel allerdings erst weitere vier Jahre später. Im Juli 2015 begann der Bau, zum Schuljahresbeginn 2016 war die Halle bis auf die Außenanlagen fertig und konnte genutzt werden.

Hellriegel warf auch einen Rückblick auf die alte Halle. Die war einst von den Lobstädtern selbst gebaut worden und „hat dem Sport 50 Jahre gute Dienste geleistet“, wie er sagte.

Nur stand sie an der Kante des verfüllten Tagebaus und damit auf denkbar schlechtem Baugrund. Dass sich darunter sogar noch unverfüllte Entwässerungsstollen befanden, wurde erst viel später bekannt und bestätigt, wie TSV-Vorsitzender Claus Meiner berichtete. Dennoch, bekannte er, hatte ihn und vermutlich noch einige andere Lobstädter seines Jahrganges ein wenig Wehmut erfasst, als während der Sommerferien, kurz vor Fertigstellung der neuen Halle, die alte abgerissen wurde. Was für ihn jedoch nichts daran ändert, dass mit der neuen Sporthalle „ein Traum wahr geworden“ ist.

Ein „Sport frei“ wünschten auch Julia Breitenfeld vom Planungsbüro aus Lichtenstein und die Geschäftsführerin des Kreissportbundes Andrea Heinze den Gästen. Angesichts des langen Ringens um die Halle lobte Heinze die Verwaltung und die vielen Ehrenamtlichen in- und außerhalb des Sportvereins mit den Worten: „Dahinter steckt große Hingabe, viel Kraft und großer Einsatz.“

Vor den Ansprachen hatten Kinder der Kindertagesstätte „Lobstädter Würmchen“ mit Liedern, Gedichten und einem sportlichen Zumba-Tanz die bevorstehende Halleneinweihung angekündigt. Der eigentliche offizielle Akt war dann die Enthüllung einer Tafel, die an die Brikettfabrik Victoria erinnert, die zwischen 1901 und 1990 vielen Lobstädtern Arbeit gab. Wobei der Name natürlich auch sportlichen Ehrgeiz steht: Victoria heißt die römische Siegesgöttin, Victory auf englisch Sieg.

Bei sonnigem Herbstwetter hatte der Tag sportlich begonnen. Rund 40 Kinder und Erwachsene betätigten sich auf dem nagelneuen Außensportgelände in unterschiedlichen Disziplinen, um in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Koordination und Schnelligkeit die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen oder das Kindersportabzeichen Flizzy zu erfüllen. 22 schafften es und werden demnächst ihr Abzeichen erhalten, die anderen haben noch das Jahr über Zeit, die restlichen Übungen zu absolvieren.

In der Halle trugen unterdessen Kindermannschaften aus Böhlen, Störmthal und Lobstädt ein Fußballturnier der F-Jugend aus. Der FSV Störmthal gewann vor den Gastgebern und dem SV Chemie Böhlen.

Unter den Gästen war auch die ehemalige Bauamtsleiterin Ursula Zander, die 2015 noch vor dem Baubeginn in den Ruhestand gegangen war, in deren Zeit abermaßgeblich die Planung und die Suche nach Fördermitteln gefallen war. Während der Bauzeit, gestand sie, sei sie ab und zu mal mit dem Fahrrad an der Baustelle gewesen. „Es ist schön, wenn man sieht, dass es nun so geworden ist, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagte sie. Und Thomas Meckel, Gemeinderat aus Lobstädt, der in den vergangenen Jahren nicht müde wurde, immer wieder drängend nachzufragen, wann es denn nun endlich losgehe, sagte erleichtert: „Heute glaube ich es erst so richtig, dass wir es geschafft haben.“

Von André Neumann

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