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Nach sportlichem Start: Pegauer Elsterchor sucht dringend Bass-Stimmen

Donnerstags Probe Nach sportlichem Start: Pegauer Elsterchor sucht dringend Bass-Stimmen

Nach dreieinhalb Jahren hat sich der Elsterchor Pegau einen Namen in der Region gemacht. Auftritte auf der Wiprechtsburg, beim Karneval der Chöre und dem Bildhauer-Pleinair, in der Klinik Zwenkau und bei vielen anderen Veranstaltungen füllen mittlerweile eine stattliche Vereinschronik. Nun sucht der gemischte Chor noch stimmgewaltige Sänger.

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Die Chormitglieder singen ihrer Leiterin Hiltrud Wude (li.) ein Ständchen zum Geburtstag.

Quelle: Kathrin Haase

Pegau. Der Pegauer Elsterchor ist gerade mal dreieinhalb Jahre alt und hat schon eine Chronik so dick wie ein Aktenordner. „Wir sind viel beschäftigt“, lacht Kornelia Luckert-Knoblauch, die im Chorvorstand für das Schriftliche zuständig ist. „Wir haben mit nichts angefangen und mittlerweile ist der Ordner schon gut gefüllt.“

Nach dem Aufruf der Kitzener Musikerzieherin Hiltrud Wude hatten sich im Januar 2013 annähernd 20 Interessenten im Rathaussaal Pegau gemeldet. Nur zwei Monate später bestritten die Sängerinnen und Sänger ihren ersten Auftritt im Seniorenheim „Birkenhof“, noch vor der eigentlichen Vereinsgründung im April. „Das war ziemlich sportlich“, erinnert sich die Vorsitzende Petra Barthel an den bewegten Anfang. „Aber wir haben das gut gemeistert.“

Mittlerweile zählt der Elsterchor 27 Mitglieder, darunter fünf Sänger. Geprobt wird jeden Donnerstag ab 19 Uhr im Rathaussaal. „Wir brauchen unbedingt noch Männer“, rührt Petra Barthel die Werbetrommel, „dann könnten wir mit den Bassstimmen noch ganz andere Stücke einstudieren.“ Interessenten jeden Alters, die Freude am Singen und der Geselligkeit haben, sind jederzeit bei den Proben willkommen. „Bei uns muss auch niemand vorsingen“, lenkt Kornelia Luckert-Knoblauch ein. „Einfach vorbeikommen, zuhören und mitsingen.“

Seit 1964 leitete Hiltrud Wude (75) bereits mehrere Chöre, darunter den Männerchor Großgörschen und den Wunderbrunnenchor in Kitzen. Mit dem Aufbau des Pegauer Elsterchores hat die gelernte Deutsch- und Musiklehrerin nun ihre musikalische Heimat gefunden und führt die Sängerinnen und Sänger sicher durch altes Volksliedgut genauso wie neuere Liedsätze, Kanons und romantische Stücke. „Sie bringt unheimlich viele Ideen mit“, schätzt auch die stellvertretende Vorsitzende Jeannette Schumann deren unschätzbaren Liedschatz. „Aber jeder kann bei uns Vorschläge machen und gemeinsam entscheiden wir dann, was Neues geprobt wird.“ Zurzeit haben sich das Volkslied „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“ und der Kanon „Dona nobis pacem“ als wahre Ohrwürmer in der Runde entpuppt.

Mit ihrer herzerfrischenden Art und ihrer Sangesfreude sind die Pegauer gern gesehene Gäste beim Bildhauer-Pleinair im Klostergarten oder beim Pfingstsingen auf der Wiprechtsburg. Weitere Auftritte hatten sie bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages der Stadt Pegau mit der Mibrag, beim jährlichen Fasching der Chöre im Kastanienhof Lobstädt – 2017 sind sie der Ausrichter – in der Klinik Zwenkau, zu einer zentralen Gedenkfeier am Totensonntag oder zur Verabschiedung des langjährigen Pegauer Bürgermeisters Peter Bringer in den Ruhestand.

„Das hat uns besonders gefreut“, erinnert sich Petra Barthel an den musikalischen Ritterschlag. „Es hat auch alles wunderbar geklappt. Wir sind richtig stolz auf uns.“ Die nächsten Termine stehen auch schon im Kalender: Tag des offenen Denkmals am Wasserturm in Pegau, Herbstkonzert im Krankenhaus Zwenkau, Weihnachtskonzerte und Senioren-Weihnachtsfeiern. Gute Beziehungen pflegt der Elsterchor darüber hinaus mit den Betreibern der Marmeladenmanufaktur Froschkönig in Profen. „Wir sind eine Art Haus- und Hofchor“, beschreibt es die Vereinsvorsitzende.

Neben dem Singen pflegen die Chormitglieder auch ein geselliges Miteinander. Dazu gehören neben der jährlichen Chorausfahrt und der Weihnachtsfeier auch das Feiern von Geburtstagen und Jubiläen innerhalb des Vereins.

Von Kathrin Haase

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