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Nach tödlichem Unfall mit Pferdegespann in Böhlen – Ursache bleibt weiter unklar

Ursachensuche Nach tödlichem Unfall mit Pferdegespann in Böhlen – Ursache bleibt weiter unklar

Die Ursache für das Unglück, bei dem ein 60-Jähriger in Böhlen mit seiner Kutsche am Montag ums Leben gekommen war, bleibt vermutlich ungeklärt. Das sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert unterdessen ein Pferdekutschen-Verbot im Landkreis Leipzig.

Bei einem Unglück mit seiner Kutsche war ein 60 Jahre alter Mann in Böhlen ums Leben gekommen.

Quelle: Andreas Döring

Böhlen. Die Ursache für den tragischen Unfall am Montagabend in Böhlen, bei dem ein 60-jähriger Mann von einem Pferdegespann stürzte und später seinen lebensbedrohlichen Verletzungen erlag, bleibt vermutlich ungeklärt. „Die Ermittlungen wurden abgeschlossen“, sagte Alexander Bertram, Pressesprecher der Polizeidirektion Leipzig, am Mittwoch auf Anfrage. Es sei nicht klar, warum die beiden Pferde des Mannes durchgegangen sind. Er hatte in der Folge die Kontrolle über das Fuhrwerk verloren, fuhr an einen Baum am Parkplatz des Beruflichen Schulzentrums und war in der Folge schwer gestürzt. Diese Aussagen beruhen auf der Aussage des Schwiegersohns des Geschädigten, der Augenzeuge des schweren Unfalls wurde. Die Pferde blieben dabei weitgehend unverletzt und wurden in ihren Stall geschafft.

Unterdessen hat die Tierrechtsorganisation PETA jetzt Landrat Henry Graichen (CDU) gebeten, ein Verbot von Pferdekutschen im Landkreis Leipzig zu prüfen – zum Schutz von Mensch und Tier.

PETA veröffentlichte Anfang 2016 das fünfte Jahr in Folge einen neuen Pferdekutschen-Unfallrekord und warnt eindringlich vor solchen Fahrten: Bei mindestens 51 Kutschunfällen wurden 2015 insgesamt vier Menschen getötet und 114 Fahrgäste zum Teil schwer verletzt.

„Die Risiken bei Kutschfahrten sind unkontrollierbar, denn Pferde sind Fluchttiere und können selbst bei geringen Störungen leicht in Panik geraten“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Die Gefährte verfügen zudem weder über sichere Bremssysteme, Airbags, noch über eine Knautschzone. Schwere Unfälle sind daher vorprogrammiert. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier ist deshalb ein Verbot von Kutschfahrten.“

In Rothenburg ob der Tauber wurde bereits im August 2010 das Pferdekutschenverbot vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt.

Die Polizei in Leipzig führe keine gesonderte Statistik zu Pferde-Unfällen, hieß es am Mittwoch.

Von Saskia Grätz

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