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Nachtleben auf der Partymeile

Nachtleben auf der Partymeile

25 Jahre nach dem letzten großen Stadtfest in Groitzsch (950 Jahre Ersterwähnung, 1989) ist den Schusterstädtern schon lange wieder nach Feiern zumute. Das wollen sie vom 7. bis 14. September auch ausgiebig tun: Anlass ist das 800. Jubiläum der Stadt-, Markt-, Zoll- und Münzrechtsverleihung.

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Für deftige Mittelalterstimmung sorgt am 13. September auf der Wiprechtsburg das Ritterlager "Freyherr Gerhard der Bär".

Quelle: privat

Groitzsch. In einem 92-seitigen Heimatbuch schildert das Autorenkollektiv Tylo Peter, Dietmar Schäfer und Roland Meyer die geschichtlichen Zusammenhänge, beschreibt, wie Groitzsch im Jahr 1214 ausgesehen haben könnte und spannt einen Bogen in die heutige Zeit. Wie in einem bunten Magazin berichten die Geschichtsschreiber über den örtlichen Carneval, die Touristisch-Historischen Konferenzen, über die Kindergärten und Schulen, Flüsse, Grünanlagen und Naturschutzgebiete, Hochwasserereignisse und kulturelle Highlights in der Stadt. Das reich bebilderte Heimatbuch wird in einer Auflage von 500 Stück in Zeitz gedruckt und soll zum Stadtfest mit verkauft werden. Finanziell gefördert wird es von der Sparkassenstiftung Leipzig.

Das Programm für die Festwoche ist mittlerweile in Stein gemeißelt. Ein 20-köpfiges Festkomitee unter der Leitung von Bürgermeister Maik Kunze beschäftigt sich schon annähernd drei Jahre mit dem Jubiläum und entwickelte Schritt für Schritt neue Ideen. Zahlreiche Vereine, Kindereinrichtungen, Handwerksbetriebe, Geschäftsleute und Privatpersonen sprangen mit ins Boot und verwandeln Groitzsch in eine einzige Partymeile. Nach einem Konzert der Freiberger Bergsänger in der Frauenkirche, historischen Vorträgen unter anderem über Groitzscher Mundart, einem historischen Film im Bürgerhaus-Kino und einem Projekttag für die Grundschüler startet die heiße Phase am 11. September mit einer Festsitzung im Bürgerhaus-Kino. Heimatfreunde und Ortschronisten berichten dort über die geschichtlichen Zusammenhänge, Wiprechts Ehefrau Judith und die Marktweiber werden erscheinen und Gymnasiasten berichten darüber, wie sie sich die Schusterstadt in 100 Jahren vorstellen. Im Anschluss wird in der Stadtmühle eine Ausstellung "Mittelalter in unserer Heimat 1100 - 1300 eröffnet".

Die drei Hauptaktionstage sind jedoch der Freitag bis Sonntag. Maik Kunze wird am Freitag, 13 Uhr, das Festwochenende offiziell eröffnen und zu einem bunten Bühnenprogramm und historischem Markt einladen. Neben der IG "Altes Handwerk" aus Mansfeld mit Schmiede, Lederer, Schnitzer, Besenbinder und Böttcher verkauft Bruder Ignatius seine Ablassbriefe, lädt ein historisches Badehaus zum Sprung ins kühle Nass ein und können Kinder ins Goldwäschegeschäft einsteigen. Regionale Handwerker sind ebenfalls mit von der Partie: Steinmetz Schellenberger aus Groitzsch, Schmiedemeister Erwin Littmann aus Wiederau, Fabelwerkstatt Hohendorf, Töpferei Blechschmidt aus Löbnitz-Bennewitz, Keramik Neumann aus Elstertrebnitz und Müller aus Kohren-Sahlis, Occhi-Handarbeiten mit Erika Lorenz und der Imkerverein Groitzsch.

Mindestens genauso vielversprechend klingt das "Groitzscher Nightlife" (Nachtleben) am Freitag ab 19 Uhr in den Gaststätten und Kneipen der Stadt - eine Art Honky Tonk, das nur nicht so genannt werden darf, weil der Begriff rechtlich geschützt ist. Beteiligt sind das "Weiße Roß", "Lindeneck", "Deutsches Haus", Taverne "Manolo", Pizzeria "Da Leon", "Wirtshaus zur Schmiede", Stadtmühle und der Museumshof. Sie haben sich Bands und DJs eingeladen, um mit ihren Gästen bis in die Nacht hinein zu feiern. Schon Sonnabendfrüh geht es mit Markt und Burgfest feucht-fröhlich weiter. Den ganzen Tag wird es auf der Burg Ritterkämpfe, Musik und derbe Sprüche geben. Höhepunkt ist ein musikalisch umrahmtes Höhenfeuerwerk um 23 Uhr.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.08.2014
Haase, Kathrin

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