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Borna Nadelöhr Leipziger Straße: Bau der A 72 erfordert Behelfsstrecke in Borna
Region Borna Nadelöhr Leipziger Straße: Bau der A 72 erfordert Behelfsstrecke in Borna
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00:39 23.07.2015
Nur auf einer Fahrspur geht es seit gestern von Borna aus in Richtung Leipzig. Darüber hinaus ist die Linksabbiegespur zur Sana-Klinik weiter nutzbar. Quelle: Andreas Doering
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Borna

"Aufgrund der ursprünglich nicht geplanten Verlegung der Trinkwasserleitungen des Zweckverbandes Wasser und Abwasser Borna hat sich unsere Baufertigstellung auf Ende September verschoben", sagte Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in Sachsen. Wegen der Arbeiten im Einmündungsbereich an der Kreuzung zu den Sana-Kliniken müsse die rechte Fahrspur gesperrt werden. Hier werde die Anbindung eines Provisoriums vorbereitet.

Damit der Verkehr wie prognostiziert im Jahr 2019 von Chemnitz bis Leipzig vierspurig über die Autobahn A 72 rollen kann, laufen seit Monaten die Bauarbeiten für den Abschnitt zwischen Rötha und Borna-Nord. Bislang mündet die bereits fertig gebaute Trasse aus Borna-Süd kommend in die B 95. An genau dieser Stelle müsse jedoch in einigen Jahren der Autobahnabschnitt zwischen Borna und Rötha anknüpfen. Damit der Verkehr aber im Zuge der Bauarbeiten nicht lahmgelegt wird, entsteht derzeit eine provisorische Trasse, die den Autobahnverkehr - immerhin 36 000 Fahrzeuge täglich - von der jetzt schon befahrenen Tangente durch das Gewerbegebiet Borna-Ost über die provisorische B 93 führt, die dann bei Kesselshain wieder auf die alte B 95 einmündet. Dazu wird derzeit die Einbindung der Stichstraße ins Gewerbegebiet Borna-Ost in die Kreuzung an den Sana-Kliniken vorbereitet.

Mit dieser Umleitung wird Baufreiheit geschaffen für die Weiterführung der Autobahn und die neue Anschlussstelle Borna-Nord. Die Arbeiten an der Übergangslösung sollen Ende September abgeschlossen sein. Siebert machte darauf aufmerksam, dass mit weiteren Verkehrseinschränkungen gerechnet werden muss. So wird ab Mitte August auch die Fahrbahn stadteinwärts verengt, weil hier ein Linksabbiegestreifen gebaut wird. "Zeitlich können wir das noch nicht benennen, die Abstimmungen laufen noch", so Siebert.

Der Verkehr wird sich solange am Rand der Stadt entlangschlängeln, bis die Autobahn zwischen Borna und Rötha sowie die Anschlussstelle Borna-Nord fertig sind. Ist die A 72 dann befahrbar, wird die provisorische Abfahrt gekappt. Jenen Teil des Provisoriums durchs Gewerbegebiet übernimmt Borna als Erschließungsstraße. Die derzeit noch vierspurige B 95 soll dann im Abschnitt zwischen Rötha und Borna auf zwei Spuren zurückgebaut werden. "Bevor auch die übrigen Ortschaften entlang der B 95 von Lärm und Abgasen des Durchgangsverkehrs entlastet werden können, steht in den kommenden Jahren ein Kraftakt der Bauarbeiten bevor", sagte Siebert.

Die Vorbereitungen für den knapp zehn Kilometer langen Streckenabschnitt sind schon sichtbar. So stehen bereits fünf von elf Brücken. Große Waldflächen sind gerodet worden, um Platz für die schnellen Tangenten zu bieten. "Erst wenn die zukünftige Autobahntrasse durchgehend bebaubar ist, also alle Kreuzungen mit anderen Wegen, Straßen oder etwa Gewässern beseitigt und auch die natürlichen Höhenunterschiede im Gelände überwunden sind, kann der eigentliche Bau der Fahrbahn abschnittsweise beginnen", erklärte Siebert. Die Kosten für den letzten Bauabschnitt, der auch die Anbindung an die A 38 umfasst, belaufen sich auf 200 Millionen Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.07.2015
Birgitt Schöppenthau

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