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Borna Naturheilkunde, Schulaustausch und Investoren
Region Borna Naturheilkunde, Schulaustausch und Investoren
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14:17 19.05.2015
Barbara Artelt, die Vizepräsidentin des Deutsch-Chinesischen Zentrums Leipzig. Quelle: privat

Die emeritierte Medizinprofessorin sieht in der Entwicklung von Beziehungen nach China Chancen für die Stadt Borna. Zu Ostern gehört sie zu einer Bornaer Reisegruppe, die ins chinesische Dujiangyan fährt.

Für die neue DCZ-Vizechefin ist klar, dass es sich auch für eine Stadt wie Borna lohnt, die Augen nach Asien zu richten. Weil es dort durchaus Leute gibt, die als Investoren auch in Borna in Erscheinung treten könnten. So war erst kürzlich ein millionenschwerer chinesischer Geschäftsmann in Borna, um potenzielle Projekte zu sondieren. Es gebe aber auch andere Möglichkeiten.

Barbara Artelt verweist auf das chinesische Drachenboot, mit dem die Beziehungen von Borna nach China begannen. Das ausgemusterte Fahrzeug vom Freizeitpark Belantis kam auf Vermittlung des DCZ nach Borna, wo es sich mittlerweile in Obhut der Bornaer Kanuten befindet und generell am Witznitzer See festmachen soll. "Gegenwärtig wird es repariert", sagt die Frau des FDP-Stadtrates und Erbauers der Wyhraer Neuholländermühle, Gerhard Artelt. Sie könnte sich vorstellen, dass das Gefährt bei einem Bootsrennen zum Einsatz kommt, mit chinesischen Studenten an Bord. Schließlich gebe es in Deutschland aus keinem Land mehr Studenten als aus China.

Die Chinesen hätten auch großes Interesse am Bornaer Klinikum. Das sei beim Besuch einer Bornaer Reisegruppe in der Altstadt der Millionenmetropole Hangzhou, zu der neben Barbara Artelt auch Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) gehörte, deutlich geworden. Die Mediziner aus der Stadt, mit der Borna eine Partnerschaftsvereinbarung verbindet, wollten wissen, "wie eine ganzheitliche Medizin auf hohem Niveau funktioniert". Andererseits, so die Virologin im Ruhestand, seien die chinesischen Mediziner ihren deutschen Kollegen etwa auf dem Gebiet der Naturheilkunde weit voraus. Ein weiteres Gebiet, auf dem eine Zusammenarbeit mit den Chinesen denkbar wäre, seien die Schulen, Barbara Artelt: "Warum nicht ein Schüleraustausch."

Wobei die DCZ-Vizepräsidentin neben Hangzhou auch die Stadt Dujiangyan in der südwestchinesischen Provinz Sichuan im Blick hat. Sie steht auf dem Reiseprogramm einer Bornaer Reisegruppe, zu der auch die Oberbürgermeisterin gehört und die dort über Ostern weitere Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ausloten will. Die Stadt ist für ihr jahrtausendealtes Bewässerungssystem berühmt, und das, sagt Barbara Artelt, wäre vielleicht für das Leipziger Neuseenland interessant.

Möglich wurden die Bornaer Kontakte durch das DCZ, das seit etwa zehn Jahren existiert. Das Zentrum hat sich die Unterstützung des Kultur-, Wirtschafts- und Wissenschaftsaustauschs mit China auf die Fahnen geschrieben. Zum Vorstand gehört auch der ehemalige Leipziger Oberbürgermeister Hinrich Lehmann-Grube (SPD). Vorsitzender ist Beng-Yin Zhu, ein chinesischer Statiker, der bereits seit 20 Jahren in Deutschland lebt. Das DCZ will seine Aktivitäten nicht nur auf Leipzig begrenzen, sondern sieht ganz Mitteldeutschland als Handlungsfeld. Borna ist neben Leipzig die einzige Mitgliedskommune, worin DCZ-Vize Artelt auch eine spezielle Chance sieht. "Immer wenn eine chinesische Delegation nach Leipzig kommt, versuchen wir, sie auch nach Borna zu holen" - in der Hoffnung auf die Anbahnung von erfolgversprechenden Beziehungen.

Das Thema China lässt die Medizinerin jedenfalls nicht mehr los. Auch dann nicht, wenn sie mit ihrem Mann über Pfingsten zum alljährlichen Schleppertreffen in die Wyhraer Mühle einlädt. Am 8. Juni spricht sie 13.30 Uhr im Traktormuseum über die Bornaer Partnerstadt Hangzhou.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.04.2014
Nikos Natsidis

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