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Borna Neonazis haben sich in Regis getroffen
Region Borna Neonazis haben sich in Regis getroffen
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16:34 13.07.2018
Im Rathaus von Regis-Breitingen war die Veranstaltung erst vor einigen Tagen bekannt geworden. Quelle: Jens Paul Taubert
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Regis-Breitingen

Vor gut zwei Monaten fand in Regis-Breitingen eine größere Neonazi-Veranstaltung statt. Offenbar war sie unter falschen Angaben organisiert worden. Die Veranstaltung hat die Sächsische Staatsregierung auf Anfrage des Landtagsabgeordneten Valentin Lippmann (Bündnis 90/Grüne) bestätigt. Damit ging seine Fraktion am Freitag an die Öffentlichkeit.

Veranstaltung mit rund 120 Teilnehmern

Demnach gab es am 5. Mai einen „Zeitzeugenvortrag mit Liederabend“, den rund 120 Teilnehmer besuchten. Weitere Erkenntnisse liegen zwar vor, können aber nicht mitgeteilt werden, weil „überwiegende Belange des Geheimschutzes und des Datenschutzes entgegenstehen“, heißt es in der Antwort von Innenminister Roland Wöller (CDU) weiter.

Der genaue Ort wird nicht genannt. Über den Eigentümer heißt es: „Inhaber des Objektes ist laut Internetangaben eine Privatperson.“ Eine wiederkehrende Nutzung Grundstücks durch Rechtsextreme habe es bisher nicht gegeben.

Lippmann hingegen informiert, dass Klaus Grotjahn (Jahrgang 1928) zum Thema „Zeugen der Zeit — Zeitzeugenvortrag Division Nordland“ sprach. Dieser hatte der 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadierdivision ,Nordland’ angehört. Im Anschluss habe der neonazistischen Liedermacher „FreilichFrei“ gesungen.

Erstmals im Landkreis Leipzig

„Bislang konzentrierten sich diese sogenannten Zeitzeugenvorträge vor allem auf die drei sächsischen Großstädte und den Landkreis Mittelsachsen“, so Lippmann. „Nun fand solch eine Veranstaltung erstmals auch im Landkreis Leipzig statt. An der hohen Zahl von Teilnehmern zeigt sich nicht nur, dass es sich um das derzeit bedeutendste Veranstaltungsformat von Neonazis handelt, sondern ebenfalls, dass Neonazis auch im Landkreis Leipzig mobilisierungsfähig sind.“

Im Rathaus von Regis-Breitingen war die Veranstaltung erst vor einigen Tagen bekannt geworden, als wegen Lippmanns Kleiner Anfrage angeklingelt worden war. Recherchen hätten dann ergeben, dass der Vortrag wohl in einem nicht vermieteten Gasthof der Stadt gehalten worden war – im Gegensatz zur Information von Minister Wöller.

Für diesen Termin hatte im Vorfeld ein Mann den Geburtstag seines Großvaters angemeldet. Auffälligkeiten hatte es weder zuvor gegeben noch waren sie dann gemeldet worden, hieß es. Es liege nicht mal eine Beschwerde wegen Lärmbelästigung vor.

Von LVZ

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