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Nervende Kanaldeckel werden endlich ruhig gestellt - ein Trio klappert weiter

Nervende Kanaldeckel werden endlich ruhig gestellt - ein Trio klappert weiter

"Das ist ein Schildbürgerstreich", steht für Wolfgang Fischer fest. Der Geithainer wohnt an der Altenburger Straße, wie die Bundesstraße 7 hier heißt. Vor etwa zwei Jahren wurde dort die Asphaltdecke saniert, sie ist seitdem etwas höher als zuvor.

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Auch dieser Kanaldeckel in der Altenburger Straße in Geithain darf jetzt noch nicht ausgewechselt werden. Dazu muss später eine neue Vollsperrung her.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Allerdings wurden die Kanaldeckel bislang nicht angepasst. Wenn große Fahrzeuge über die Gullys fahren, vibriert alles, klappert es. Das nervt den Geithainer und seine Nachbarn, wie die LVZ bereits mehrfach berichtete.

Alles schien auf einem guten Weg, denn die zuständige Oewa GmbH hat sich der Sache angenommen, begann im September, Schachtabdeckungen in der B 7 in Geithain zu wechseln und anzupassen. Diese Woche nun sollten, wie angekündigt, die letzten der knapp 20 Kanaldeckel ruhiggestellt werden. Das Timing erschien ideal, denn die Bundesstraße ist ein paar Kilometer weiter, in Niedergräfenhain, derzeit ohnehin wegen Straßenbauarbeiten gesperrt. Das sollte man nutzen, hatte auch Wolfgang Fischer vorgeschlagen.

Die Spezialfirma ist bestellt, wird am Mittwoch und Donnerstag unter halbseitiger Sperrung an den Schachtabdeckungen arbeiten, bestätigt auf LVZ-Nachfrage Detlef Bull, Bereichsleiter bei der Oewa. Drei Kanaldeckel dürfen die Spezialisten allerdings nicht anrühren, sie werden vorläufig weiterklappern. Diese liegen nicht auf einer Fahrbahnseite, sondern direkt in der Straßenmitte. Wenn dort gearbeitet wird, würde die Restfahrbahnbreite den heutigen gesetzlichen Anforderungen nicht mehr entsprechen, gibt Bull wieder. Nur unter Vollsperrung dürfe an ihnen hantiert werden. Damit die Anwohner aber nicht zwischen zwei Vollsperrungen festsitzen, kann das erst erfolgen, wenn Niedergräfenhain wieder frei ist. Dann darf die Oewa eine Komplettsperrung für die drei Deckel beantragen und bezahlen, muss darauf hoffen, dass noch Plusgrade herrschen - Voraussetzung für die Bitumen-Arbeiten - und nicht zuletzt, dass die Spezialfirma dann nochmals nach Geithain kommen kann. "Wir bedauern, dass wir das nicht komplett erledigen können", erklärt Bull.

Die Straßenverkehrsbehörde sei nicht gesprächsbereit für eine Alternativlösung, bedauert Geithains Bürgermeisterin Romy Bauer (parteilos). Immer wieder haben Bürger das Thema an sie herangetragen. Das Problem in der Altenburger Straße müsse so schnell wie möglich beseitigt werden, fordert sie. "Für drei Kanaldeckel in der Altenburger Straße muss also später eine Vollsperrung mit ,großer Umleitung' organisiert werden. Völlig unvernünftig und ärgerlich!", findet die Stadtchefin.

Anders sieht man das im Landratsamt. "Um die Bauarbeiter nicht zu gefährden müssen die erforderlichen Sicherheitsabstände zwischen Bau- und Verkehrsraum eingehalten werden", erklärt Kreissprecherin Brigitte Laux auf Nachhaken unserer Zeitung. Bei Arbeiten an den drei mittigen Kanaldeckeln könnten auf der restlichen Fahrbahnbreite LKW gar nicht mehr und PKW nicht gefahrlos passieren. Eine Vollsperrung während Niedergräfenhain dicht ist, würde aber bedeuten, dass viele Anlieger in der Altenburger Straße bis hin zum Ortseingang Niedergräfenhain vom Verkehr abgeschnitten sind. "Eine verzwickte Geschichte" räumt die Kreissprecherin ein. Trotz vieler Telefonate und Abstimmungen zwischen dem Straßenverkehrsamt, dem Bauherrn Oewa und dem beauftragten Unternehmen sei es bislang nicht gelungen, eine Lösung zu finden.

Auch der Kanaldeckel unmittelbar vor dem Grundstück von Familie Fischer wird zunächst weiter klappern und für Vibrationen sorgen. Derzeit sei es erträglich, durch die Sperrung in Niedergräfenhain würden jetzt nicht mehr als zehn Autos pro Stunde sein Haus passieren, schätzt der Geithainer. Für die betroffenen Bürger sei es unverständlich, dass nicht alles in einem Zuge erledigt werden kann, dass erneut gesperrt werden muss, zusätzliche Kosten entstehen. "Nun wissen wir wieder nicht, wann endlich etwas passiert", ärgert sich Wolfgang Fischer. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.11.2014
Inge Engelhardt

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