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Nervtöter Windturbine

Nervtöter Windturbine

Groitzsch. Eine Liste mit 120 Unterschriften überreichte der Berndorfer Ortsvorsteher Jens Riemann am Rande der Stadtratssitzung vorgestern Abend dem Groitzscher Bürgermeister Maik Kunze.

. Damit unterstützen die Einwohner von Kleinhermsdorf, Nehmitz und Berndorf die Gespräche mit der Mibrag hinsichtlich einer Lärmpegelmessung an der Windkraftanlage auf der Schleenhainer Kippe.

Bei Ostwind hämmern die Rotorblätter besonders laut. „Man kann nachts kaum schlafen, geschweige denn das Fenster aufmachen", beschreibt Ortsvorsteher Jens Riemann die Sorgen in Kleinhermsdorf, Nehmitz und Berndorf. „Man kann die Leute wirklich verstehen, die sich darüber beschweren." Obwohl die drei großen Windturbinen in gut Tausend Meter Entfernung auf der Schleenhainer Kippe stehen, rauben sie den Familien die letzten Nerven. „Wahrscheinlich durch den Gefällesprung und die großen Windverwirbelungen sind sie besonders deutlich zu hören", mutmaßt Riemann. Dagegen ist von der älteren Anlage in der Nähe kaum etwas zu spüren, so der Berndorfer weiter.

Nach ersten Gesprächen mit der Mibrag als Betreiberin der Anlage wurden zunächst einige technische Mängel beseitigt, unter anderem an den Rotoren. Darüber hinaus signalisierte das Bergbauunternehmen Kompromissbereitschaft, an bestimmten Tagen die Anlage zu drosseln. Die Mibrag beim Wort nehmend, dringen die Bürger nun auf eine Lärmpegelmessung bei Ostwind und untermauern ihre Forderung mit einer Unterschriftensammlung, an der sich 120 Einwohner beteiligten. „Ich muss betonen, dass sie nicht gegen die Anlage sind", bemerkte Jens Riemann gegenüber unserer Zeitung, „wir wollen das Problem im Guten über die Bühne bringen und sind auf einem guten Weg."

Im Dezember 2010 hatte die Mibrag die drei Windturbinen in Betrieb genommen und speist seitdem grünen Strom in das Netz von EnviaM ein (wir berichteten). Die Windverhältnisse seien auf der Kippe sehr günstig, sodass die Turbinen rund 2000 Stunden pro Jahr arbeiten können. Mit einem Rotor-Durchmesser von 101 Metern gehören sie zur modernsten Siemens-Technologie, die an Land derzeit errichtet wird. Bei einer Leistung von jeweils 2,3 Megawatt kann jede der drei Turbinen jährlich etwa 6500 Megawattstunden Strom erzeugen.

Kathrin Haase

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