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Borna Neuanfang für das Kulturhaus Böhlen
Region Borna Neuanfang für das Kulturhaus Böhlen
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16:28 04.05.2010
Der Betreiber des Kulturhauses Böhlen wechselt ab 1. Juli. Quelle: Günther Hunger
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Böhlen

Bewerbungen sind bis 20. Mai an die Stadtverwaltung zu richten.  Offiziell war das Thema Kulturhaus in letzter Zeit allenfalls allgemein-konkret behandelt worden. Es werde „einen strukturellen Wandel“ geben, kündigte Böhlens Bürgermeisterin Maria Gangloff in der Stadtratssitzung im Januar an. Dabei ging es im nicht öffentlichen Teil um die brisante Frage, wie das Haus künftig betrieben werden soll. Verschiedene Modelle wurden intern diskutiert und auch wieder verworfen.Die Internetseite der Stadt verkündet jetzt Neues. Bei der Kulturbetrieb Böhlen gGmbH – ein noch zu gründender städtischer Eigenbetrieb beziehungsweise eine noch zu bildende gemeinnützige GmbH – wird für das Kulturhaus Böhlen Personal gesucht. Zum 1. Juli 2010 neu besetzt werden die Stelle des Leiters/der Leiterin, des Veranstaltungstechnikers sowie einer Mitarbeiterin für Veranstaltungsservice.Hintergrund dieser Ausschreibungen ist wie berichtet die seit langem vorliegende Kündigung des bisherigen Betreibers Wilfried Hänchen, Geschäftsführer der LDZ Services GmbH. Nach einem langen Schwebezustand endet sein Vertrag zum 30. Juni 2010. Nach einer gemeinsamen Abstimmung zwischen Betreiber und Rathaus erfolge die Trennung „einvernehmlich und ohne Zank und Streit“, erklärte Udo Bonk, der amtierende Bürgermeister von Böhlen, gestern auf Anfrage der LVZ. In der Vorwoche erhielten die drei hauptamtlichen Mitarbeiter des Kultur- und Kongresscenters die Kündigung von ihrem Arbeitgeber – zum 30. Juni diesen Jahres. Sie haben die Möglichkeit, sich neu auf die Stellen zu bewerben, hieß es gestern.In einem Gespräch vorige Woche mit Wilfried Hänchen habe sich Maria Gangloff für dessen Engagement seit 2007 bedankt. Es sei auch während der langen Bauphase gelungen, dem Gebäude kulturelles Leben einzuhauchen. Der Unternehmer wird sich künftig wieder seinen ureigenen Geschäftsinteressen, dem Catering, zuwenden.Potenzielle Besucher des Kulturtempels sollen den Betreiberwechsel zum 1. Juli 2010 nicht spüren. Die angekündigten Veranstaltungen finden wie geplant statt, sagte Bonk. Die Stadt strebe einen nahtlosen Übergang an.Spürbare Veränderungen soll es dennoch geben. Gemeinsam mit dem im Haus ansässigen Westsächsischen Symphonierorchester (WSO) sollen Synergieeffekte entstehen und kulturpolitische Aufgaben weiterentwickelt werden. Es ist angedacht, Kräfte zu bündeln, um vorhandene Strukturen beim WSO im Sinne des Hauses zu nutzen. Etwa für eine professionelle Werbung. Ein erklärtes Ziel: Das Kulturhaus Böhlen soll als großes Kulturzentrum bekannter werden – jenseits der näheren Umgebung. Zumal niemand weiß, wie sich die Kulturraumförderung für das Haus in Zeiten knapper Kassen künftig entwickeln wird.Momentan werden im Rathaus die neuen Vertragsentwürfe vorbereitet. Auch wenn es bei Details noch Nachbesserungen bedarf. Eins steht schon fest: Der alte Name Kulturhaus, von den Böhlenern ohnehin nie abgelegt, kehrt auch offiziell zurück.

Saskia Grätz

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