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Borna Neue Bornaer Bau-Bürgermeisterin wird Vizepräsidentin der Landesdirektion
Region Borna Neue Bornaer Bau-Bürgermeisterin wird Vizepräsidentin der Landesdirektion
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07:00 23.06.2016
Andrea Staude (SPD) wechselt von Borna zur Landesdirektion. Quelle: André Neumann
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Borna

Die neue Bornaer Bau-Bürgermeisterin Andrea Staude (SPD) gibt nur ein kurzes Gastspiel an der Wyhra. Die frühere Torgauer Oberbürgermeisterin soll Nachfolgerin von Michael Feist (CDU) Vizepräsident der Landesdirektion (LD) Sachsen, werden. Das hat die Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) am Mittwoch auf LVZ-Anfrage bestätigt. Staude selbst war am Mittwoch nicht zu erreichen. Feist (65) wechselt in den Ruhestand.

Ursprünglich sollte die Ernennung von Staude auf der Sitzung des Dresdner Kabinetts in dieser Woche beschlossen werde. Der Tagesordnungspunkt wurde allerdings verschoben, weil andere Themen im Vordergrund standen. Es gilt aber als sicher, dass Staude Feist nachfolgen wird. Ihre bevorstehende Ernennung dürfte auch das Ergebnis der Zusammensetzung der sächsischen Staatsregierung nach der letzten Landtagswahl vor knapp zwei Jahren sein, bei der CDU und SPD eine Koalition bildeten.

Luedtke erklärte, der Weggang der Nachfolgerin des früheren Beigeordneten Frank Stengel (parteilos) sei für Borna bedauerlich, „menschlich aber verständlich“. Als neue LD-Vizepräsidentin habe Staude, die nach wie vor in Torgau wohnt, einen kürzeren Dienstweg und ein höheres Gehalt. Parteiübergreifend war die Bürgermeisterin in Borna wegen ihrer Kompetenz gelobt worden. Sie wurde erst vor fünf Monaten vom Bornaer Stadtrat gewählt. Vor Jahresfrist hatte die 55-jährige studierte Bauingenieurin den Chefsessel im Torgauer Rathaus nach einer knapp verlorenen Wahl gegen ihre CDU-Herausfordererin Romina Barth nach 14 Jahren räumen müssen.

In Borna werden die Signale für die Besetzung des zweitwichtigsten Postens in der Stadt nun nach weniger als einem Jahr erneut auf Anfang gestellt. Oberbürgermeisterin Luedtke kündigte an, dass sie sich bei der Bestallung von Staudes Nachfolger eng mit der Kommunalaufsicht abstimmen werde. Zugleich schloss sie aus, dass frühere Beigeordneten-Kandidaten wie die Stadträte Sebastian Stieler (CDU-Fraktion) oder Michél Zurbrügg (SPD) für sie diesmal akzeptabel wären.

Die Suche nach einem Nachfolger für den ausscheidenden Bürgermeister Stengel, für dessen Wiederwahl schon beizeiten keine Stadtratsmehrheit in Sicht war, war lange Zeit zum Stillstand gekommen, weil potenzielle Kandidaten entweder von der Rathauschefin abgelehnt wurden oder von der Stadtratsmehrheit aus CDU, „Bürgern für Borna“ (BfB) und CDU und Teilen der SPD. Erst als die künftige Ex-Bürgermeisterin ins Spiel kam, gab es Zustimmung von allen Beteiligten.

Wann Staude ihren neuen Posten antritt, ist noch unklar. Oberbürgermeisterin Luedtke sagte, Staude wolle sich zu ihrem bevorstehenden Wechsel auf der Stadtratssitzung am Donnerstag, 18 Uhr, im Goldenen Stern äußern. Wenn sie Nachfolgerin des aktuellen LD-Vizepräsidenten Feist wird, schließt sich aus Bornaer Perspektive gewissermaßen auch ein Kreis. Feist, seit 2010 auf seinem jetzigen Posten, war vor anderthalb Jahren in Borna als parteiübergreifender Herausforderer für Oberbürgermeisterin Luedtke im Gespräch. Er zog sich aber recht schnell wieder zurück, nachdem er erkannt hatte, dass er in Borna nicht mehrheitsfähig sein würde.

Von Nikos Natsidis

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