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Borna Neue Feuchtbiotope in der Stadt
Region Borna Neue Feuchtbiotope in der Stadt
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14:43 27.12.2012
Borna

Betroffene können im Fall von Schäden durch den Wasseranstieg mit Hilfe durch die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltung (LMBV) rechnen. Von Nikos Natsidis Zwischen Zedtlitz und Wyhra gibt es eine Verbindung durchs Grüne. Offiziell handelt es sich dabei um einen Wirtschaftsweg, wie es im Amtsdeutsch heißt, eine Verbindung, die sich auch mit dem Auto bewältigen lässt. Oder besser gesagt: ließ. Wer dort entlang fährt, kommt an eine Stelle, an der nichts mehr geht. Dass die Straße dort unter Wasser stünde, trifft den Sachverhalt nicht. Vielmehr handelt es sich um einen regelrechten See, Frösche und anderes kleines Wassergetier inclusive. Ein richtiger Biotop und ein Zeichen für den Grundwasseranstieg, der auch andernorts im Bornaer Stadtgebiet zu beobachten ist. Bekanntes Beispiel ist die Stadtkirche, deren Turm wegen des steigenden Grundwassers bereits vor Jahren in einer derartige Schieflage geraten war, dass er aufwendig und spektakulär stabilisiert werden musste. Betroffen sind aber auch Kleingärten wie die Sparte „Zum See". In der Anlage in der Nähe der Adria, dem Speicherbecken Borna, steht längst einer Reihe von Gärten leer. Dort kommt immer wieder Wasser hoch, so dass sich speziell die Gärten am Rande der Böschung zur Adria mehr oder weniger von ihren Parzellen verabschiedet haben. Dass die nassen Gärten eine Folge des Grundwasseranstiegs nach dem Ende des Bergbaus sind, bestätigt Claudia Gründig von der LMBV-Unternehmenskommunikation. Damit aber, so die LMBV-Frau, würden lediglich die natürlichen Grundwasserverhältnisse wieder hergestellt, so wie sie vor dem Beginn des Bergbaus waren. „Vernässungsschäden", wie es weiter heißt, seien die Folge der „Nichtbeachtung dieser Grundwasserverhältnisse beim Bau von Häusern und Infrastrukturen während der Zeit des aktiven Bergbaus mit künstlich abgesenktem Grundwasserspiegel". Deshalb habe zumindest niemand einen Rechtsanspruch auf Hilfe oder finanzielle Unterstützung bei der Beseitigung ebendieser Schäden. Dennoch könnten Hauseigentümer Hilfen für Sofortmaßnahmen wie dem Kauf von Pumpen sowie Stromkosten fürs Abpumpen bei der LMBV beantragen. Diese Kosten würde zu acht Prozent oder mit maximal 650 Euro pro Jahr von der LMBV übernommen. Was die Situation in der Gartenanlage „Zum See" anbelange, so würden die Gärten durch eine Absenkung des Grundwassers und dessen Ableitung in die Adria geschützt. Damit werde auch die Südwestböschung der Adria gesichtet. Die kleine Straße zwischen Zedtlitz und Wyhra allerdings wird vorerst weiter ein Feuchtbiotop bleiben. Zunächst müsse die LMBV andernorts für die Beseitigung von Bergbaufolgeschäden Sorge tragen.

Nikos Natsidis

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