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Borna Neue Helene will Rittergutspark in Großzössen neu gestalten
Region Borna Neue Helene will Rittergutspark in Großzössen neu gestalten
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14:15 15.04.2016
Eine Hecke soll an den Grundriss des ehemaligen Herrenhauses im Rittergut Großzössen erinnern. Quelle: Privat
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Neukieritzsch/Großzössen

Der Rittergutspark von Großzössen ist der Treffpunkt im Ort. Hier finden Dorffeste und Weihnachtsmärkte statt, hier wird gegrillt, getrunken, gefeiert. Veranstalter der meisten Events ist der Verein Interessengemeinschaft Neue Helene. Der möchte den Rittergutspark in den nächsten Jahren umgestalten. In drei Schritten soll der Park verschönert werden und dann auch an das eigentliche Rittergut erinnern. Von dem steht nämlich nichts mehr, seit das letzte Seitengebäude im Februar 2011 abgerissen wurde.

An dessen Stelle befinden sich zehn Garagen, drei nutzt der Verein, zwei der Großzössener Angelverein, fünf die Gemeinde. Diese Garagen würde der Verein gern an die Grundstücksgrenze zur ehemaligen Schule versetzen, so dass sie nicht mehr in der Mitte des weiträumigen Geländes stehen. Das sollte bei transportablen Fertigteilgaragen eigentlich kein Problem sein, hatte der Verein sich gedacht. Aber: „Wir haben drei Firmen angeschrieben, keine will uns die Garagen versetzen“, wundert sich Vereinschef Andreas Bodenlos.

Und das ist nicht das einzige Hindernis: Die erste Überraschung für den Vereinsvorsitzenden war die Ansage, dass für das Umsetzen der Garagen, weil es so viele seien, ein Bauantrag gestellt werden müssen. Das war schnell erledigt, doch der nächste Dämpfer folgte: „Man sagte uns, das Verrücken der Garagen würde das Umfeld der Kirche verändern“, erzählt Bodenlos. Deswegen müsse auch noch der Denkmalschutz gefragt werden.

Dennoch bleibt er zuversichtlich, behördliche und technische Problem irgendwie lösen zu können und mit dem Verein den ersten Schritt zur Parkgestaltung in diesem Jahr stemmen zu können. Den Abriss der alten Fundamente und den Bau der neuen übernimmt ein Unternehmer aus dem Verein.

Nächster Schritt wäre das Anlegen eines kleinen Erinnerungsparkes. Dort, wo das Ende der 1980er-Jahre abgerissene Herrenhaus stand, soll dessen Grundriss mit einer Hecke nachempfunden werden. Informationstafeln, Bilder und Sitzgelegenheiten sollen das Ensemble vervollständigen.

Im letzten Schritt schließlich sollen Wege angelegt und in Ordnung gebracht, Papierkörbe aufgestellt, die Beleuchtung hergerichtet werden. Auch ein Grillplatz ist mit vorgesehen. Für dieses Jahr rechnet der Vereinsvorsitzende mit Ausgaben von rund 12 500 Euro. Das Geld stammt aus den Beiträgen der Mitglieder der Neuen Helene und aus den Einnahmen, die bei den verschiedenen Veranstaltungen erzielt werden.

Von André Neumann

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