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Borna Neue Krippe: Hängepartie zehrt an den Nerven
Region Borna Neue Krippe: Hängepartie zehrt an den Nerven
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14:20 19.05.2015

Die Hängepartie um die neue Kindereinrichtung zehrt an den Nerven der Verantwortlichen bei der VS - auch, weil es nach wie vor Mitbewerber gibt.

Nein, in Heller und Pfennig beziffern lässt sich der Arbeitsaufwand für die Erstellung des Krippenkonzepts nicht, sagt Lori. Dennoch habe die VS beträchtliche Vorleistungen erbracht. So war der Wohlfahrtsverband an der Erarbeitung des Grundrisses für die neue Krippe beteiligt. Zudem gab es Abstimmungen mit Behörden etwa dem Jugendamt. Kernstück des Konzepts ist nach Angaben des Geschäftsführers die räumliche Nähe zu den "Grashüpfern". Die Kindereinrichtung, ebenfalls in Trägerschaft der VS, liegt gerade einmal eine halben Kilometer weit weg von der neuen Krippe, "und dorthin könnten die Eltern dann auch mit ihren Kindern in den Kindergarten wechseln, bei dem auch der Träger derselbe ist".

Zwar mag sich Lori zu den Mitbewerbern für die Betreibung der neuen Krippe, bei denen es sich um die Johanniter-Unfallhilfe und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) handelt, nicht äußern. "Wir gehen davon aus, dass wir weiterhin als ernstzunehmender Interessent betrachtet werden." Die VS hoffe, am Ende den Zuschlag für die Betreibung der Krippe mit maximal 60 Betreuungsplätzen zu bekommen. Befremdlich sei, so Lori dass es Gerüchte gebe, denen zufolge der Entwurf der Rahmenvereinbarung mit der Stadt auch den Mitbewerbern zur Kenntnis gelangt sei. Das allerdings, sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke), stimme nicht. Lediglich der Entwurf des Mietvertrags für die Krippe, der aus dem Rathaus stamme, sei auch an die Johanniter und das DRK geschickt worden.

Sollte die VS den Zuschlag erhalten, würden in der neuen Krippe im günstigsten Fall zehn neue Arbeitsplätze entstehen. Das allerdings wäre der Idealfall, denn der würde voraussetzen, dass alle 60 Kinder neun Stunden am Tag betreut werden müssten. Lori: "Davon gehen wir aber nicht aus." Realistisch sei ein Betreuungsbedarf, der mit fünf Leuten abgedeckt werden könnte.

Allerdings gibt es einen Kasus knaxus, der ganz entscheidend für die Übernahme der Trägerschaft der neuen Krippe durch die VS ist: die Regelung, wer die Sanierungs- und Instandhaltungskosten im Krippengebäude zu tragen hat. Dem aktuellen Vertragsentwurf zufolge sei das die VS, "und das würden wir gern ändern", sagt Lori weiter. Für ihn eine Frage der Wirtschaftlichkeit. An diesem Thema hatte es auch in der letzten Stadtratssitzung heftige Diskussionen gegeben, weshalb der Tagesordnungspunkt letztlich von der Tagesordnung genommen wurde (die LVZ berichtete).

Oberbürgermeisterin Luedtke sagte, es gehe um den "goldenen Mittelweg". Das lasse sich mit normalen Mietverhältnissen vergleichen, bei denen klar sei, dass etwa eine defekte Toilettenbrille vom Mieter, das kaputte Becken aber vom Vermieter zu zahlen sei.

Weniger problematisch ist für die VS der Zeitdruck, sagt Lori. Und er wünscht sich noch eine kleine Verbesserung, was die Stadträte anbelangt. Die seien nicht immer vollständig im Bilde. © Kommentar Seite 25

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.03.2014
Nikos Natsidis

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