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Borna Neue Ladesäule: Strom tanken an der Eisenmühle Elstertrebnitz
Region Borna Neue Ladesäule: Strom tanken an der Eisenmühle Elstertrebnitz
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05:00 02.05.2017
Landrat Henry Graichen (3. v. l.) gibt die neue Ladestation an der Elstertrebnitzer Eisenmühle von Sabine (v. l.) und Jost W. Mucheyer frei. Daneben Benjamin Engelmann von den Stadtwerken Leipzig und Gemeinderätin Kathleen Berngruber. Quelle: Olaf Krenz
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Elstertrebnitz

Um Wunderkerzen, Marienkäfer und vor allem E-Mobilität ging es beim Tag der Erneuerbaren Energien am Sonnabend in Elstertrebnitz. An ihrer Eisenmühle weihten Sabine und Jost W. Mucheyer mit Landrat Henry Graichen (CDU) eine Ladestation für elektrische Fahrzeuge ein. Noch ist das Thema nicht ganz in der Bevölkerung angekommen, befand die Gastgeberin. „Doch wie sagte schon Goethe: Man muss auch tun. Deshalb wollten wir hier im Zipfel des Freistaates ein Zeichen setzen.“ Damit Fahrten mit dem E-Auto immer weniger eine Zitterpartie werden.

Seit Sonnabend gibt es kurz vor der Grenze zu Sachsen-Anhalt eine Ladestation für Elektrofahrzeuge. An der Eisenmühle Elstertrebnitz haben die Gastgeber Sabine und Jost W. Mucheyer sowie Landrat Henry Graichen (CDU) die Stromtankstelle eingeweiht. Das war eingebettet in den Tag der Erneuerbaren Energien mit Ständen und Fachvorträgen.

Ein gutes Omen hatte Sabine Mucheyer am Donnerstag erlebt. Als für Arbeiten an der Säule die Haube abgenommen worden war, waren viele Marienkäfer zum Vorschein gekommen – „Glücksbringer“. Und mit Wunderkerzen stellte sie nun ein Stück Ge­meinsamkeit von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dar. Der Funke verbinde ihre Eisenmühle (die einst leicht entzündliches Eisenpulver hergestellt hatte), den Verbrennungsmotor und ein Elektrofahrzeug.

Landrat Graichen nannte die E-Mobilität eine interessante Nutzungsart für den privaten Bereich, Wirtschaft und Kommunen. Der Kreis prüfe, welche Fahrzeuge er für normale Dienstfahrten, öffentlichen Nahverkehr und Abfallwirtschaft einsetzen kann. Natürlich sei die Ladeversorgung noch nicht gut; es gibt erst 13 registrierte öffentliche Stationen. „Aber Bertha Benz hat sich einst für ihr Automobil das Benzin in einer schwäbischen Apotheke geholt. Und was haben wir jetzt für ein Tankstellennetz.“ Zu Beginn der Fachvorträge stellte Graichen dann das E-Mobilitätskonzept des Kreises vor.

Auf dem Hof präsentierten sich die Stadtwerke Borna mit zwei E-City-Flizzern sowie die Firma Automobile Borna, die die Besucher unter die Haube eines E-Golfs blicken ließ. Der E-Auto-Vermieter Strominator.de aus Leipzig warb mit einem Tesla und einem Hyundai Ioniq. Andreas Heinze vom Ingenieurbüro für Maschinenbau in Trebsen fachsimpelte mit den Gästen über seinen umgebauten Berliner Roller: „Das ist zeitlos schönes Design der 50er-Jahre mit E-Technik von heute.“ Er würde gern eine Kleinserie davon auflegen. Und Mario Jung hatte einen kleinen Hütchen-Parcours aufgebaut, auf dem Interessenten einen Segway ausprobierten; seine Firma Stadtstromer bietet Touren durch Leipzig an.

Von Olaf Krenz

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