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Borna Neue Räume in drei Kindereinrichtungen
Region Borna Neue Räume in drei Kindereinrichtungen
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12:09 31.08.2018
Nadine Steinmetz leitet den Hort der Grundschule in Espenhain, der sich jetzt komplett in der Grundschule befindet. Quelle: André Neumann
Rötha/Espenhain

In Rötha konnten nach den Sommerferien Kinder und Betreuer gleich in drei Kindereinrichtungen in neu gestalteten, umgebauten beziehungsweise renovierten Räumen ins neue Schuljahr starten. Die Stadt hat dafür rund 93 000 Euro ausgegeben.

Röthas Kita hat neue Garderoben

Vor allem um Brandschutz und Sicherheit ging es in der Kindertagesstätte „Regenbogenland“ in Rötha. Hier war bei Brandschutzkontrollen schon seit mehreren Jahren die Situation in den Fluren bemängelt worden. Einerseits waren die Garderoben offen, was so nicht sein darf. Andererseits gab es in den Gängen Verbreiterungen, Nischen, in denen hinter Gardinen die Schlafmatten für die Mittagsruhe aufbewahrt wurden.

Strenge Brandschutzregeln

Das gilt nach heutigen Maßstäben als unzulässige Brandlast. Die Nischen müssen offen sein und es darf nichts darin stehen. Nicht einmal ein kleiner Tisch mit ein paar Stühlchen, sagt die stellvertretende Leiterin Sandra Zimmerling. Und sie ist nicht die einzige, die sich über die sehr strengen Regeln wundert. Während die Nischen jetzt also offen und leer bleiben müssen, sind die Garderoben nun separate Räume. Bei der Gelegenheit wurden auch die verschlissenen Fußböden erneuert, Wände gemalert und neue Garderobenschränke für die Mädchen und Jungen angeschafft. 

Gewusel in der neuen Garderobe im Kindergarten „Regenbogenland“ in Rötha. Quelle: André Neumann

Die Arbeiten wurden während des Sommers erledigt, der Kindergarten war dafür zwei Wochen geschlossen. Das hatte zwar im Vorfeld für ein wenig Aufregung gesorgt, sei dann aber ziemlich gut gemeistert worden, sagt Sandra Zimmerling. Während der Zeit besuchte nur rund die Hälfte der 140 Kindergartenkinder die Einrichtung. Die zogen samt Spielzeug und Erzieherinnen in den Hort der Grundschule um, der zu der Zeit frei war. Den Kindern habe es dort an nichts gemangelt, ist die stellvertretende Leiterin überzeugt.

Espenhain: Neue Räume für die Krippe

Im Kinderhaus „Groß und Klein“ in Espenhain und im Erdgeschoss der dortigen Grundschule hatten die Umbauten einen anderen Grund. Die Stadt musste zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen wurde mehr Platz in der Kindertagesstätte gebraucht. Zum anderen sollte der missliche Zustand beendet werden, dass zwei Hortgruppen jeden Tag von der Schule zum Kindergarten laufen mussten, weil der Hort im Schulgebäude zu klein für alle war. Die Lösung kann sich sehen lassen und sorgt hier wie da für Zufriedenheit.

Großes Bad für die Kleinen

Im Kinderhaus in der Otto-Heinig-Straße wurde der bisherige Hortbereich komplett für die Krippe umgebaut. Somit konnten die 16 jüngsten Kinder der Einrichtung in einen großen Gruppenraum mit separatem Schlafraum und direktem Gartenzugang im Erdgeschoss umziehen. Ganz neu ist dank eines Mauerdurchbruchs ein großes Bad für die Knirpse, über das sich Leiterin Yvette Ausflug und ihre Krippenerzieherinnen Jennifer Röser und Heike Kleine ganz besonders freuen. Im Obergeschoss wurde auf diese Weise Platz für mehr Kindergartenkinder gewonnen.

Kinder, Erzieherinnen und Bürgermeister Stephan Eichhorn freuen sich über die neuen Räume für die Krippe in Espenhain. Quelle: André Neumann

Ein paar hundert Meter entfernt in der Straße der Jugend lacht auch Nadine Steinmetz zufrieden. Die junge Frau leitet seit ein paar Wochen den Hort, der sich nun mit 69 Plätzen komplett in der Grundschule befindet.

Für Hortkinder entfällt der Weg durch den Ort

Womit der tägliche Marsch durch den Ort bis zum Kindergarten für die größeren Hortkinder weggefallen ist. Dafür wurde der Werkraum nach oben verlegt. Unten im Erdgeschoss gibt es jetzt für die offene Hortbetreuung mehrere Räume, darunter einen Kreativraum mit Spiel- und Bastelmaterial und ein Bauzimmer mit Leseecke. Weil der Schulspeisesaal vom Gang getrennt werden musste, ist er kleiner geworden. Doch selbst dem kann Stadtratsmitglied Pascal Németh etwas Gutes abgewinnen. Aus dem kleineren Speisesaal heraus schalle es nicht mehr so laut wie vorher durch das Schulhaus, sagte der Elternsprecher auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Die neue Gestaltung sei eine „Bereicherung“. Wer möchte, kann sich beim Schulfest am 8. September davon überzeugen.

Von André neumann

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