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Borna Neue Rampen pünktlich zum Pegauer Festival im Skaterpark fertig
Region Borna Neue Rampen pünktlich zum Pegauer Festival im Skaterpark fertig
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16:20 17.09.2017
Eine starke Gemeinschaft: Die Pegauer Skateboarder und BMXer haben zur Neuauflage des Minifestivals „Skate and Rock2“ auf die Anlage am Stadtbad eingeladen. Quelle: Roger Dietze
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Pegau

Das Minifestival „Skate and Rock 2“, zu dem die Pegauer Skate-Freunde am Sonnabend in ihren am Stadtbad gelegenen Skatepark einluden, es stand auch unter dem Motto der Frustbewältigung. Im Hochsommer hatten Unbekannte unmittelbar nach einem erfolgreich durchgeführten Spendenlauf, bei dem knapp 2340 Euro für notwendige Reparaturarbeiten an der im Mai 2013 eröffneten Anlage eingesammelt werden konnten, Baumaterialien in die in unmittelbare Nähe vorbei fließende Weiße Elster geworfen.

„Es gab schon mehrere solcher Übergriffe, leider ist zu unserem Bedauern bislang noch niemand zur Rechenschaft gezogen worden“, sagt Jonas Lieder, Kopf des harten Pegauer Skatepark-Kerns namens Black-Board-Krew. Der Vandalismus sei umso unverständlicher, als man grundsätzlich offen für alle sei und sich in Form von Skate- und Graffiti-Workshops für den Pegauer Nachwuchs ganz bewusst in die Kommune einbringe. „Möglich, dass die Übergriffe auch einen politischen Hintergrund haben. Als wahrscheinlicher erscheint mir aber, dass Neid und Dummheit die Triebfedern sind“, so der 20-jährige angehende Lehramtsstudent, der trotzdem gemeinsam mit seinen Mitstreitern und vielen Helfern Teile der Anlage pünktlich zum Jahreshöhepunkt am Sonnabend ertüchtigt hat.

Zwei Rampen haben neue Beläge

Konkret wurden zwei Rampen namens Quarterpipe und The Bank mit neuen Belägen versehen, so dass am Festival teilnehmende Skateboarder und BMXer im Rahmen von diversen Wettbewerben optimale Bedingungen vorfanden. Optimal waren auch am Abend die meteorologischen Rahmenbedingungen für den auf der Minirampe über die Bühne gegangenen Auftritt von fünf Bands namens Weiland und My Best Antic aus Leipzig, Dias aus Stralsund, Bon Voyage aus Schwarzenberg sowie 20 Liter Yoghurt aus Grimma. Im Rahmenprogramm konnten sich die Besucher am Siebdruck versuchen, mit dem BMX-Bike den legendären Bunnyhop ausprobieren oder es sich an einer Cocktailbar gut gehen lassen.

Fester Unterstützerkreis

Sich dort ein Gratisgetränk verdient hatten ganz sicher jene, die Jonas Lieder und seinen Skater- und BMX-Mitstreitern bei der Vorbereitung der Sause tatkräftig unter die Arme gegriffen hatten. Wie etwa Hannes aus Lucka. „Ich war schon in vorigen Jahr beim Festival mit dabei, das mir so gut gefallen hat, dass ich in diesem Jahr bei den Vorbereitungen mithelfen wollte“, so der 18-Jährige. Zum festen Unterstützerkreis der Pegauer Skateboard-Akteure gehört ferner der 19-jährige Konstantin. „Wir sind eine Gemeinschaft, in der jeder den anderen unterstützt“, so der Zwenkauer. Unterstützung könne man dem vom evangelischen Kirchspiel Pegau getragenen Projekt und seinen Initiatoren nicht genug zukommen lassen, meinte Denise (19): „Als Gemeinschaftsprojekt ist der Skaterpark unheimlich wichtig. Ich finde es ganz toll, wie auf diese Art und Weise den Kindern und Jugendlichen in der Region etwas Gutes getan wird“, so die Groitzscherin.

Sich davon einmal mehr überzeugen konnte am Sonnabend auch Pegaus Pfarrer Torsten Reiprich. „Es herrschte eine entspannte und friedvolle Atmosphäre. Ich freue mich, dass die Sache nun schon über einen so langen Zeitraum hinweg gut läuft und die Jugendlichen alle notwendigen Wartungen in Eigenregie bewerkstelligen“, erklärte er.

Von Roger Dietze

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