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Borna Neue Schau zu Bad Lausicker Eisenbahngeschichte
Region Borna Neue Schau zu Bad Lausicker Eisenbahngeschichte
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13:52 28.10.2012
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Bad Lausick

Zahlreiche Sachzeugen, Fotos und Dokumente lassen in jenem Jahr, wo genau vor 125 Jahren die Bahnstrecke Leipzig – Lausigk – Geithain und vor 75 Jahren die Querbahn eröffnet wurde, dieses Stück Eisenbahngeschichte lebendig werden. Da springen der Bahnhofsblock oder der Einsatz eines Fahrkartenschranks mit Fahrkarten sofort ins Auge. Da lassen Schulterstücke und Briefmarken der Königlich-Sächsischen Staatseisenbahn ebenso staunen wie die original Bahnsteigzange von Bad Lausick oder die alte Petroleum-Lampe Hannover-Langenhagen, die einst Waggons zierte. Da sind der alte Weichen-Betriebsschüssel der Silika zu sehen, zahlreiche Fahrpläne aus unterschiedlichen Jahrzehnten, Eisenbahnermützen oder verschiedene Ausrüstungsgegenstände aus DDR-Zeiten. „Wir freuen uns, dass so viele zu dieser Schau beigetragen haben", war Gerd Heinze vom Geschichtsverein Bad Lausick zur Eröffnung sehr dankbar. Er – einst selbst 16 Jahre bei der Reichsbahn tätig – und sein Verein halfen ebenso mit, die Schau vorzubereiten und auszustatten wie der Heimatverein Großbothen, der Verein „Heimat und Geschichte" Belgershain und die Leihgeber Jürgen Keller aus Colditz sowie Jürgen Hobler und Frank König aus Bad Lausick. Bauhof-Mannen und Mitarbeiter der Kur GmbH halfen zudem, die oft ziemlich schweren Stücke vor Ort und an die richtigen Stellen zu bringen. Erinnerungen dürften bei vielen Kurstädtern wach werden, wenn sie die Fotos von den Festlichkeiten zum 100-jährigen Streckenjubiläum in Geithain und Bad Lausick am 2. Mai 1987 betrachten. Aber vielleicht erkennt auch der eine oder andere noch Personen, die beim Bau oder dem Betrieb der Querbahn von 1937 bis 1947 beteiligt waren. In voller Eisenbahneruniform kam vorgestern Jürgen Hobler zur Eröffnung. 1977 begann der Bad Lausicker bei der Bahn, ist seit nunmehr zehn Jahren Blockwärter auf der Blockstelle Zauschwitz. „Im Moment ist mein Hobbyzimmer daheim, das sonst Eisenbahnutensilien beherbergt, natürlich halb leer, weil viele Gegenstände hier sind. Aber wenn es Interesse findet, soll es mir recht sein", sagte der Sammler. Viel Interesse fand schon am 17. Oktober ein Vortrag von Gerd Heinze in der Reihe „Interessantes am Museumskamin" zur Eröffnung der beiden Bahnlinien. „Der Raum war proppenvoll", so Museumsmitarbeiter Jürgen Zschalich. Bis zum ersten Dezember-Wochenende ist die jetzige Sonderschau zu sehen. „Dann kommt auch etwas, was mit Eisenbahn zu tun hat, aber etwas kindgerechter zur Weihnachtszeit", kündigt Zschalich an.

Thomas Lang

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