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Borna Neue Sporthalle für Lobstädt
Region Borna Neue Sporthalle für Lobstädt
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18:10 17.02.2010
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Lobstädt

Etwa 20 Bürger waren der Einladung des Ortschaftsratsvorsitzenden Claus Meiner gefolgt. „Risse in der alten Turnhalle zeigen, dass der Bergbau seine Spuren in Lobstädt hinterlassen hat“, erklärte Meiner. Aus diesem Grund sei im vergangenen Jahr auch eine ehemalige Entwässerungsstrecke im Oberflöz des ehemaligen Tagebaus Borna (1930 bis 1947) verfüllt worden. Diese Entwässerungsstrecke befände sich unter der Turnhalle. Der Baugrund sei deshalb nicht der günstigste für einen Neubau. „In Zusammenarbeit mit dem Bergbauverwalter LMBV wurde ein neuer Standort für die Lobstädter Sporthalle ausgewählt. Er befindet sich in der Nähe der Schule, parallel zur Gartenstraße“, ergänzte Bauamtsleiterin Ursula Zander. Architekt Bert Hoffmann zeigte mit seinem Team vielfältige Vorteile des Neubaus auf. Dazu gehört das Passivhaus-Konzept, nach dem unter anderem Energieverluste vermieden werden und generative Energien zum Einsatz kommen. Das Plus für die Gemeinde: die Betriebskosten halten sich in Grenzen. Der größte Vorteil der neuen Sporthalle besteht jedoch darin, dass sowohl der Vereinssport als auch der Schulsport weiter verbessert werden. Unter anderem sollen getrennte Geräteräume entstehen. Zudem könne in der Halle Volleyball als Wettkampfsport gespielt werden. Mit dem neuen Objekt erfüllen sich aber nicht alle Wünsche der fast 200 Sportler, die in 13 Abteilungen im TSV Lobstädt aktiv sind. So werden sich die Trainingszeiten kaum verändern. Derzeit belegt der Verein die Halle täglich 14 bis 22 Uhr. Entspannung gibt es im Sommer, wenn auf der neuen Außenanlage Sport getrieben werden kann. Eine Freianlage für Volleyball und eine Beachvolleyballanlage gehören dazu. Auch für die Kinder der Grundschule ändert sich einiges. Die Qualität des Schulsports werde sich verbessern, hieß es. Allerdings befindet sich der favorisierte Standort für die neue Turnhalle näher am Schulgebäude. Dadurch würde sich der Schulhof verkleinern. Als Ausgleich soll es Spielmöglichkeiten wie Wackelschafe, Tischtennisplatten, Kletterwand und Hängematten geben. Bevor die Turnhalle Realität wird, muss der Planungsentwurf noch den Gemeinderat Neukieritzsch passieren. Noch nicht im Detail geklärt ist auch, wie die Gemeinde die Halle finanziert. Der Ersatzbau für die Lobstädter Vereinssporthalle liegt immerhin im siebenstelligen Euro-Bereich. Die Gemeinde habe dazu Fördermittel beantragt, wurde im Ortschaftsrat informiert. Bisher sei aber nur sicher, dass ein Teil der Außenanlage wie die Sprunggrube, die Kugelstoß- und die Beachvolleyball-Anlage über das Konjunkturpaket II gebaut werden können.

Cornelia Braun

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