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Neue Sporthalle in Lobstädt voraussichtlich zum Schulstart fertig

Neukieritzsch Neue Sporthalle in Lobstädt voraussichtlich zum Schulstart fertig

Zu Beginn des Schuljahres soll die neue Sporthalle in Lobstädt nutzbar sein, nur die Außenanlagen dauern etwas Länger. Ein Besuch in dem neuen Bau vier Wochen vor der geplanten Fertigstellung .

Hell und freundliche präsentiert sich die fast fertige Lobstädter Sporthalle im Inneren.

Quelle: André Neumann

Neukieritzsch/Lobstädt. Noch vier Wochen, dann beginnt das neue Schuljahr, dann findet auch an der Grundschule in Lobstädt wieder Sportunterricht statt. Der Neukieritzscher Bauamtsleiter René Hertzsch ist sich sicher: „Die neue Sporthalle kann dann genutzt werden.“ Nur für die Außenanlagen mit der noch zu bauenden 60-Meter-Laufbahn und dem Ballspielplatz werden die Firmen noch anderthalb bis zwei Wochen länger brauchen.

Das liegt an einem Problem mit dem Erdaushub. Weil der Boden auf einem ehemaligen Tagebau sich jetzt als stärker belastet herausstellte, als bei früheren Bodenuntersuchungen, verging Zeit durch zusätzliche Proben und die Suche nach einer geeigneten Entsorgungsmöglichkeit. Deswegen dauern die Arbeiten neben der Halle nun etwas länger.

Schriftzug an der Fassade der neuen Sporthalle in Lobstädt

Schriftzug an der Fassade der neuen Sporthalle in Lobstädt.

Quelle: André Neumann

Innen könnten Schüler und Vereinssportler schon fast loslegen. Bis auf Kleinigkeiten sind Halle, Umkleide- und Duschräume, der Regieraum für die Sportlehrer und die Räume für Sportgeräte fertig. Rainer Sieger von der gleichnamigen Brandschutzfirma aus Borna bekommt das zu spüren, als er die Feuerlöscher anbringen will. Weil am Haupteingang gerade der Betonboden eingebaut wird, muss auch er durch den Hintereingang und über den Hallenboden gehen, der nicht mit Straßen- und schon gar nicht mit Arbeitsschuhen betreten werden darf. „Das ist das erste Mal seit 25 Jahren, dass ich in Socken arbeite“, lacht er. Doch der Mann ist erfahren, er lässt sich keinen Feuerlöscher auf den Fuß fallen.

„Der Boden federt sehr stark“, sagt Hertzsch über den gewählten Belag. Das sei gut für die Gelenke der Kinder, die die Halle vorwiegend nutzen werden. Bunte Linien auf dem Boden lassen mehrere Sportarten zu: Handball, Fußball, Basketball, Badminton, Volleyball. Überrascht sei Hertzsch selbst über den geringen Nachhall in der Halle gewesen. Die gelochten Wandverkleidungen und die Filzlagen in den Fugen zwischen den Deckenhölzern schlucken offenbar tatsächlich eine Menge Lärm weg. Die Sportlehrer werden es zu schätzen wissen.

Die Wände sind rund herum glatt, Sportgeräte verschwinden hinter Türen in der Wand, so wie die Sprossenwand. Die ausfahrbaren Kletterstangen fehlen noch, auch eine elektronische Anzeigentafel wird noch montiert. Dafür hängen schon vier Lautsprecher in den Ecken.

Überall im Inneren wirkt die Halle hell und freundlich, an den Wänden findet sich der Farbton der Außenfarbe und auch deren farbliche Gestaltung mit orangfarbenen und grünen Linien wieder. Das Licht in Umkleide- und Sanitärräumen wird automatisch ein- und ausgeschaltet, je nachdem, ob jemand drin ist.

Im Foyer ist bereits ein Schaukasten montiert, eine Infotafel soll demnächst gleich daneben über den Hintergrund des Namens Victoria-Sporthalle informieren, der an einen früheren Bergbaubetrieb erinnert.

Dem Beginn des Schuljahres mit neuer Sporthalle dürfte somit nichts mehr im Wege stehen. Der Platz zwischen Schule und Halle wird bis dahin noch gepflastert. In die alte Halle wird sich dann niemand mehr verlaufen können. Schon deshalb, weil die Anfang August nicht mehr stehen wird. Während ursprünglich mit dem Abriss noch gewartet werden sollte, erfolgt der jetzt gleich in einem Zuge mit, voraussichtlich schon kommende Woche.

Den Auftrag dafür hat der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung vergeben. Das sei möglich, sagt Hertzsch, weil man beim Hallenbau sowohl zeitlich als auch preislich gut dastehe, das Geld für den Abriss daher zur Verfügung stehe. Bis Schuljahresbeginn soll die Fläche geebnet und darauf Gras gesät sein, kündigt der Bauamtsleiter an.

Von André Neumann

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