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Borna Neue Straße über den Lerchenberg bleibt für Durchgangsverkehr vorläufig tabu
Region Borna Neue Straße über den Lerchenberg bleibt für Durchgangsverkehr vorläufig tabu
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00:36 19.09.2015
Die neue Ortsverbindung von Borna (im Hintergrund zu sehen) und Dittmannsdorf schlängelt sich fast fertig über den Lerchenberg. Fotos (2): André Neumann Quelle: André Neumann
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"Die Bauarbeiten werden Ende Oktober abgeschlossen sein", sagte Simone Luedtke (Linke), Oberbürgermeisterin in Borna. Noch ausstehende Landschaftsbauarbeiten sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen würden bis zum Sommer nächsten Jahres realisiert.

Während Radfahrer die Trasse teilweise schon nutzen können, bleibt sie für Autofahrer im Durchgangsverkehr noch lange tabu. Denn wie berichtet, hält das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mit dem Bautempo der beiden Kommunen nicht Schritt. Mit dem an der Einmündung B 176/S 50 geplanten Kreisverkehr, in den die Ortsverbindung münden soll, ist noch gar nicht begonnen worden. Wenn die Trasse fertig ist, wird es bis zur jetzigen Kreuzung voraussichtlich keinen befahrbaren Untergrund geben.

Geplant ist der Bau des Kreisels erst im nächsten Jahr. Daran werde sich auch nichts ändern, ließ Gerd Kluge, Abteilungsleiter für Planung und Straßenbau die Bornaer jetzt wissen. "Sofern das Planungsbüro ... seinen vertraglichen Pflichten nachkommt und das Baurecht - wie beabsichtigt - ohne förmliches Verfahren hergestellt werden kann, sollte es möglich sein, die technische Planung in diesem Jahr abzuschließen, so dass die Bauarbeiten in 2016 ausgeführt werden können", heißt es in einem Schreiben.

Einem Vorziehen der Maßnahme erteilte die Behörde eine Abfuhr. Denn neben baurechtlichen Voraussetzungen müsse die Finanzierung des Vorhabens inklusive der Unterstützung durch Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung stehen. Voraussetzung dafür sei die Bestätigung des Lasuv-Bauprogramms für das kommende Jahr durch das sächsische Wirtschaftsministeriums. Diese würde erfahrungsgemäß erst im Januar/Februar nächsten Jahres vorliegen.

Aus Sicht von Kitzscher hört sich das Ganze sogar noch ein wenig optimistischer an: "Das Landesamt sieht Chancen, im März oder April mit dem Bau des Kreisverkehrs beginnen zu können", sagt Bettina Brauneis vom Bauamt der Stadtverwaltung Kitzscher. Man habe viel Druck auf die Straßenbauverwaltung gemacht und sei mit dieser Ansage durchaus zufrieden.

Ein Detail des Straßenbaus wurde kürzlich auf der Stadtratssitzung in Kitzscher thematisiert. Die bekommt nämlich massive Tunnel für Kröten und andere Kriechtiere von Ausmaßen, die gefühlt auch für kleinere Wildschweine reichen würden. Im Bereich des Lerchenberges werden dafür gerade die letzten Leitbleche montiert. Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) sprach in dem Zusammenhang von einem "wahnsinnigen Aufwand" und frozzelte: "Die Bauleute haben den ganzen Sommer über keinen Frosch gesehen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.09.2015

Birgit Schöppenthau und André N

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