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Borna Neue Straße zwischen Borna und Kitzscher bleibt noch mehr als ein Jahr Sackgasse
Region Borna Neue Straße zwischen Borna und Kitzscher bleibt noch mehr als ein Jahr Sackgasse
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14:57 18.03.2016
Geradeaus führt die neue Straße von Dittmannsdorf über den Lerchenberg zum Bockwitzer See und nach Borna. Der Anschluss an die Bundesstraße wird aber frühestens im Sommer 2017 fertig. Quelle: André Neumann
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Kitzscher

Die neue Straße über den Lerchenberg zwischen Dittmannsdorf und Borna wird aus Richtung Kitzscher noch mindestens bis Sommer 2017 nicht befahrbar sein, in der Gegenrichtung bleibt sie bis dahin eine Sackgasse. Das geht aus den zeitlichen Plänen für den Knotenpunkt der aus Kitzscher kommenden S 50 und der neuen Ortsverbindungsstraße mit der B 176 hervor, die das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) jetzt bekannt gab.

Demnach werden die Bauarbeiten für den Kreisverkehr erst im September dieses Jahres beginnen. Den Abschluss der Arbeiten kündigt Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert für den Sommer nächsten Jahres an. Zur Vorbereitung der Bauarbeiten werden im Spätsommer dieses Jahres der Erdbau, Entwässerungsarbeiten, Leitungsverlegungen und -sicherungen sowie Bodenarbeiten erfolgen.

Für den Verkehr auf der B 176 und der S 50 wird um die Baustelle herum eine Umfahrung mit Ampelregelung angelegt. Damit könne der Verkehr, heißt es seitens des Lasuv „für die überwiegende Bauzeit aufrechterhalten werden“.

Die Kosten für den Kreisverkehr und die vier Anschlüsse an die bestehenden Straßen beziffert Isabel Siebert mit rund 900.000 Euro. Finanziert werde das Vorhaben überwiegend durch den Bund. Der Freistaat Sachsen trage Kosten in Höhe von rund 180.000 Euro, die Stadt Kitzscher ist mit knapp 240.000 Euro beteiligt. Wobei der tatsächliche Aufwand für die Stadt laut Kitzschers Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) nur rund 24.000 Euro betrage, weil 90 Prozent Fördermittel fließen.

Zur avisierten Bauzeit sagte Schramm: „Jede Zeit, die es länger dauert, ist Zeit, die wir die neue Straße nicht nutzen können.“ Das sei den Leuten schlecht zu erklären. Die Ortsverbindungsstraße über den Lerchenberg war eine Gemeinschaftsmaßnahme der Städte Borna und Kitzscher. Der Bau der 2,3 Kilometer langen und rund 2,4 Millionen Euro teuren Trasse hatte im Herbst 2014 begonnen. Ein Jahr später und damit früher als geplant war die Straße fertiggestellt und übergeben worden.

Seitdem ist das Ende vor der B 176 mit einem Erdhaufen versperrt. Nur Radfahrer können die Strecke auch von hier aus nutzen. Schramm rechnet damit, dass in der vom Lasuv genannten Bauzeit „Sicherheit“ drin ist und hofft, dass sich die Zeit bis zur Fertigstellung noch etwas verkürzen kann. Bis dahin müssen Kitzscheraner, die mit dem Auto zum Bockwitzer See wollen, noch den Umweg über Borna nehmen, denn von dort ist die Straße längst befahrbar. Wie meistens bei Straßensperrungen wird auch die hier von einigen Autofahrern ignoriert. Spuren auf dem angrenzenden Feld zeigen das deutlich.

Von André Neumann

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