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Bornas Bahnhof hat neuen Besitzer: Pläne von Biergarten bis Shisha-Bar

Verkauf Bornas Bahnhof hat neuen Besitzer: Pläne von Biergarten bis Shisha-Bar

Mit der Aedificia Infrastruktur- und Entwicklungsgesellschaft mbH hat das Bahnhofsgebäude in Borna seit kurzem einen neuen Besitzer. Dieser will – nach ersten Absprachen mit Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke – unter anderem den Biergarten wiederbeleben. Die Stadt selbst hat auch Ideen für die zukünftige Nutzung.

Eine Shisha-Bar im Bornaer Bahnhof? Das ist eine Möglichkeit, das Gebäude wiederzubeleben.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Nicht nur die Planungen für den barrierefreien Aus- und Umbau des Bornaer Bahnhofs sind angelaufen. Auch das Bahnhofsgebäude selbst wird sich in absehbarer Zeit verändern. Während für ersteres die DB Station & Service verantwortlich zeichnet, kümmert sich die Aedificia Infrastruktur- und Entwicklungsgesellschaft mbH (AIEG) um das zweite Vorhaben. Denn dieser gehört das Gebäude seit nunmehr einigen Wochen.

Vor einiger Zeit bereits war Geschäftsführer Stefan Steinert zu Gast bei Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke), um ihr seine Ideen vorzustellen. „Wir haben uns auf Sonderbauten spezialisiert und besetzen damit eine Immobiliennische“, erklärt er. Mittlerweile gehörten 32 Bahnhofshäuser in ganz Deutschland dem Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main. Der letzte Kauf erfolgte in Borna. Steinert war über Jahrzehnte hinweg „Eisenbahner mit Leib und Seele“, wie er erklärt. Für ihn daher in keiner Weise nachvollziehbar, dass immer mehr Bahnhöfe verkauft worden sind und ab diesem Zeitpunkt nur noch ein Schattendasein führten. „Viele Gebäude dümpeln ja heute noch vor sich hin“, macht er deutlich.

Während die Planungen für Borna nun auf Hochtouren laufen, haben die Umbauarbeiten in Delitzsch längst begonnen. Auch dieser Bahnhof gehört der AIEG, hier soll unter anderem die nordsächsische Volkshochschule einziehen. Ob das auch für Borna denkbar ist, bleibt laut Steinert noch abzuwarten. Andere Ideen hingegen seien bereits mit Luedtke besprochen worden. So stehe die Überlegung im Raum, in naher Zukunft verschiedene Unternehmen anzusprechen und diesen Räumlichkeiten anzubieten, denkbar sei beispielsweise die Ansiedlung eines Bäckers. Auch der einstige Biergarten solle wiederbelebt werden.

Von Seiten der Stadtverwaltung gibt es ebenfalls Wünsche, die die AIEG mit einbeziehen könnte. So hält es die Rathauschefin für durchaus machbar, Mietwohnungen zu schaffen. „Die Situation, was große Wohnungen betrifft, ist ja in Borna nicht ganz so üppig“, begründet sie. Ungewöhnlich, aber nicht abwegig hingegen ist eine andere Idee: eine Shisha-Bar. Eine Shisha ist eine Wasserpfeife, in vielen deutschen Städten gibt es sogenannte Shisha-Bars oder Cafés, die neben normalen Getränken und Snacks auch Shishas bereitstellen. „Dagegen hätte ich nichts, das wäre ein toller Treffpunkt für junge Leute und zudem eine Seltenheit im Landkreis“, betont die Oberbürgermeisterin. Das Gebäude lediglich so belassen, wie es sei, und Mieter reinzuholen – „das funktioniert nicht“. Für Borna sei der Bahnhof das Tor zur Stadt – und das sei derzeit einfach unansehnlich und fürchterlich. Viele Fahrgäste würden schon gar nicht mehr durch das Gebäude zu den Bahnsteigen laufen, sondern den Weg außen herum einschlagen.

In den kommenden Tagen soll es ein weiteres Treffen zwischen AIEG und Stadt geben, vielleicht konkretisieren sich dann die Pläne. Eine Herausforderung wird das Vorhaben allemal, schließlich steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Eines verspricht Steinert bereits vorab: „Wir setzen das um, was den Bornaern gefällt und was wirtschaftlich machbar ist.“ Klar sei auch, dass die bisher genutzten Büros und auch der Service-Punkt der Deutschen Bahn bleiben.

Von Julia Tonne

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