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Borna Neuer Brunnen in Groitzsch lös(ch)t Brandschutz-Probleme
Region Borna Neuer Brunnen in Groitzsch lös(ch)t Brandschutz-Probleme
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14:24 19.05.2015
Einer der beiden Löschwasserbrunnen steht in Gatzen. Quelle: Julia Tonne

"Löschwasser aus Teichen oder Hydranten ist derzeit nicht überall ausreichend vorhanden", erklärt Silke Große, Amtsleiterin der Haupt- und Ordnungsverwaltung. Die Feuerwehr müsse von daher immer auf wasserführende Fahrzeuge zurückgreifen.

Bei der Überarbeitung des Brandschutzbedarfsplans sind in den vergangenen Wochen unter anderem die Dorfteiche genauer unter die Lupe genommen worden. "Dort gibt es zum Teil aber keine gesicherten Aufstellflächen für die Feuerwehr, zudem sind sie nicht immer voll oder im Winter zugefroren", macht Große deutlich. Das Anlegen weiterer Teiche sei von daher keine Option für die Stadt, auch deshalb, weil ein neuer Teich mit rund 100 000 Euro zu Buche schlagen würde. Immerhin sieht Maik Kunze, Bürgermeister von Groitzsch, den Bedarf zusätzlicher Löschwasser-Alternativen in zwölf bis 15 Ortsteilen. Auch Zisternen konnten die Stadtverwaltung nicht überzeugen - ebenfalls wegen der kostenintensiven Investition.

Von daher haben Löschwasserbrunnen sozusagen das Rennen gemacht. Zwei wurden bereits installiert - in Gatzen und in Löbnitz-Bennewitz. Beide wurden durch die Feuerwehr nach den Bauarbeiten einer Saugprobe unterzogen und warten jetzt noch auf ihre Endabnahme. Zwischen 13 000 und 15 000 Euro kostet das Anlegen eines solchen Brunnens, der etwa 20 bis 26 Meter tief ist. "Die erwartete Wasserleistung sind rund 800 Liter je Minute", erklärt der Brandschutzprüfer Lutz Delling. Zu sehen seien die Brunnen kaum, lediglich ein Stutzen sei erkennbar.

Die Anschaffung der Brunnen wird vom Landkreis gefördert, insgesamt liegen die Kosten für zehn Brunnen bei zirka 140 000 Euro. Doch bevor gebaut wird, sind zunächst einmal Erkundungsbohrungen notwendig. Für Delling sind die Brunnen eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Hydranten, denn diese werden über Trinkwasser gespeist. "Von daher gehen wir davon aus, dass die Feuerwehr die Brunnen auch dann nutzt, wenn Hydranten vor Ort sind, schon alleine, um Trinkwasser zu sparen", macht er deutlich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.03.2015
Julia Tonne

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