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Borna Neuer Platz am Nordufer: Hainer See lockt Camper an
Region Borna Neuer Platz am Nordufer: Hainer See lockt Camper an
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14:10 19.05.2015
Dietmar und Monika Hertling aus Limbach-Oberfrohna zählen zu den ersten Campern am Hainer See. Sie genießen die Ruhe und den Blick übers Wasser. Quelle: René Beuckert

Obwohl am Sonnabend - bei kühler Brise, jedoch herrlichem Sonnenschein - offizieller Saisonstart war, hatten einige Camper den Platz bereits seit Anfang des Jahres in Besitz genommen.

Claudia Müller betreut für die Blauwasser GmbH den Campingplatz. Sie sagte, dass die ersten Wohnwagen Dauercampern gehören, die das ganze Jahr hier Quartier beziehen. "Unser Platz ist ohnehin zu 50 Prozent durch Dauercamper ausgebucht. Nun erwarten die Campingplatzbetreiber bis Oktober Urlaubs- und Kurzzeitbesucher.

Familie Hertling aus Limbach-Oberfrohna zählt zu den ersten Campern. "Wir brauchen gerade mal 30 Minuten mit dem Wohnmobil bis hierher", freut sich Dietmar Hertling. Noch lange vor der Eröffnung des Camping-Areals hatten sie den See für sich entdeckt. Vor einigen Jahren sahen sie Surfer über die Wasseroberfläche gleiten. "Surfen ist nämlich meine Leidenschaft", erzählt Dietmar Hertling. Damals mussten wir noch eine Einfahrtgenehmigung beantragen, um mit dem Auto zum See zu gelangen.

"Manchmal haben wir heimlich vor Ort in unserem kleinen Wohnmobil übernachtet", gesteht Monika Hertling. Heute seien sie froh, dass hier ein Campingplatz entstanden ist, den sie nun als Dauercamper das ganze Jahr nutzen können. "Wir nehmen zwar unser Wohnmobil jedes Mal mit, doch es ist gut zu wissen, dass wir hier einen Stellplatz haben. Auf dem Campingplatz vermissen sie nichts, alles sei gut durchdacht, loben beide.

Gerda und Helmut Menzel aus Rötha fahren derweil gemütlich mit dem Fahrrad über den Campingplatz. Nur manchmal steigen sie ab, um sich umzuschauen. "Früher, zu DDR Zeiten, sind wir oft Zelten gefahren", erinnert sich Gerda Menzel. Zum Saisonstart wollten sie sich deshalb anschauen, was aus dem Areal am See geworden ist. Helmut Menzel stammt aus dem Ort Hain, der dem Tagebau weichen musste. Dass daraus ein Naherholungsgebiet geworden ist, freue ihn besonders. Gemeinsam mit seiner Frau umrundet er manchmal mit dem Fahrrad den Hainer See. "Es ist doch eine schöne Landschaft aus dem ehemaligen Kohleabbaugebiet geworden", sagt sie. Zelten wollen sie aber nicht mehr.

Der aus Kitzscher stammende Rüdiger Möckel dürfte wohl den kürzesten Anreiseweg gehabt haben. "Als der Campingplatz Gestalt annahm, legte ich mir gleich einen Wohnwagen zu. Nun bin ich Dauercamper. Bis zur Wende habe ich oft gecampt, doch danach nicht mehr. Immerhin hat der Platz am See meine Campinglust wieder geweckt." Mit den anderen Campern verstehe er sich gut, denn Nachbarschaftshilfe sei hier kein Fremdwort. Deshalb treffen sie sich manchmal zum gemeinsamen Grillen an der Feuerschale, was ihm gefällt.

Einige Taucher wagen sich schon jetzt in die Unterwasserwelt des Sees. Mario Raeck aus dem Erzgebirge stieg am Eröffnungstag ins kühle Wasser. "Leider sind viele Schwebstoffe im Wasser, was die Sicht trübt", stellte er fest. Doch entmutigen ließ er sich nicht und probierte einen Tauchgang an anderer Stelle.

Auch Familie Müller hat das Surfen zum Nordufer des Hainer Sees verschlagen. Auch sie haben eigens dafür einen Wohnwagen erstanden. "Die Ausstattung des Platzes kann sich durchaus sehen lassen. Alles Wesentliche ist vorhanden", hebt Michael Müller hervor. Nun hoffen sie auf eine schöne Saison, geprägt von gutem Wetter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.03.2015
Beuckert, René

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