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Borna Neuer Star in der regionalen Küche
Region Borna Neuer Star in der regionalen Küche
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16:36 22.02.2011

. Seit Mai 2010 geben sich die Bauarbeiter der RMS Bau GmbH aus Grimma die Klinke in die Hand. Der Hauptsitz des Unternehmens wird erweitert. Dadurch besteht unter anderem die Möglichkeit, Stör zu Filet weiter zu verarbeiten. Auch soll mit der geplanten Kaviar-Produktion begonnen werden. Darüber hinaus werden das Schlachthaus modernisiert, die alten Kühlzellen erweitert und neue eingebaut und schlussendlich neue Räucheröfen errichtet.

„Wir verarbeiteten letztes Jahr für 1,7 Millionen Euro Fisch und sind an unsere Kapazitätsgrenzen gekommen", verdeutlichte der Betriebsleiter René Pistor die Kraft des kleinen Unternehmens, das immerhin 200 Kunden mit Fischprodukten beliefert. Darunter die Globus-Märkte und Galeria Kaufhof in Leipzig. Aufgrund der steigenden Preise für Fisch habe sich das Unternehmen Gedanken machen müssen, um die Kosten zu minimieren. Aus diesem Grund wurde die Außenstelle in Thierbach am Standort Espenhain konzentriert. „Wir wollen die Abläufe optimieren. Dies ermöglicht, dass die tägliche Verarbeitungskapazität von sechs auf bis zu zehn Tonnen Fisch sich erhöhen kann", sagte Pistor. Zudem laufe in Kürze eine Kaviarproduktion an, die in der Versuchsphase stecke. Um die Betriebskosten zu senken, sei die Gasheizung auf Wärmepumpentechnik umgestellt worden.

Gegenwärtig bewältige das Unternehmen seine Aufgaben mit zwölf Mitarbeitern. „Wenn die geplante Kapazitätssteigerung kommt, brauchen wir weitere Arbeitskräfte. Doch vorerst muss das derzeitige Personal die Arbeiten meistern", sagte der Betriebsleiter. Gegenwärtig sei trotz der Baumaßnahme eine Sieben-Tage-Arbeitswoche angesagt. „Schließlich sollen unsere Kunden auch am Montag frischen geräucherten Fisch essen können", meinte der 32-Jährige. Aus diesem Grund komme am Sonntag der Fisch in den Räucherofen, der am Montagmorgen gegen vier Uhr verpackt und mittels LKW zum Kunden gelange.

Die Investition, die sich im sechstelligen Bereich bewegt, ermöglicht es auch, den afrikanischen Wels zu verarbeiten, der seit letztem Jahr in Jesewitz im Landkreis Nordsachsen produziert wird. „Die landwirtschaftliche Agrargenossenschaft nutzt zur Produktion die anfallende Wärme aus der Biogasanlage", erläuterte der 32-Jährige Betriebsleiter.

Der afrikanische Wels verfüge über eine hervorragende Fleischqualität und sei ein neuer Star für die regionale Küche. Das rötliche Fleisch besitze einen milden charakteristischen Eigengeschmack und sei von angenehmer fester Konsistenz. Vor zwei Wochen habe sein Unternehmen damit begonnen, erste Fische zu filetieren.

„Wir brauchen ganzjährig, wetter- und saisonunabhängige Produktionsstätten von Fisch", erklärte Pistor. Derzeit gäbe es Probleme, dass der begehrte Karpfen noch bis Ostern reiche, da dieser unter anderem durch Krankheiten und Komorane dezimiert worden sei.

Cornelia Braun

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