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Borna Neuer Vorstand des Kinder- und Jugendringes blickt über den Landkreis Leipzig hinaus
Region Borna Neuer Vorstand des Kinder- und Jugendringes blickt über den Landkreis Leipzig hinaus
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17:30 19.05.2015

Um beides will sich der neu gewählte Vorstand des Kinder- und Jugendrings Landkreis Leipzig um den Vorsitzenden Peter Frommelt nachdrücklich kümmern - neben all den Aufgaben, die der Dachverein ohnehin auf dem Schirm hat.

Interessenvertretung, Lobbyarbeit, Engagement in Gremien wie dem Jugendhilfeausschuss: "Das ist unsere Kernaufgabe - im Landkreis und sachsenweit", sagt Peter Frommelt. Der 33-Jährige ist neuer Vorsitzender des Kinder- und Jugendrings Landkreis Leipzig, eines Vereins, der aktuell 81 Mitglieder zählt und der sich als Dach versteht für Vereine und Institutionen, die auf dem weiten Feld der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind. Das schließt sogar Faschingsklubs ein, wie der Pegauer Carneval Club, einer der jüngsten Neuzugänge, beweist.

"Wir wollen auf jeden Fall ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt aufschlagen", sagt Frommelt. Im vergangenen Jahr hatte der Ring bereits zusätzliche Aufgaben übernommen: die Qualifizierung jener, die in ehrenamtlichen Treffs arbeiten oder Ferienfahrten begleiten; die Prävention in Schulen gemeinsam mit Jugend- und Gesundheitsamt; die Unterstützung der ehrenamtlich geführten Jugendtreffs. Zudem gibt es eigene Projekte, das jährliche Familienfest im Landkreis etwa oder Feriencamps, gemeinsam organisiert mit Freizeiteinrichtungen.

Darüber hinaus ist der Jugendring in die Jugendhilfeplanung eingebunden. Darum kümmert sich Enrico Opitz als neues Mitglied des Jugendhilfeausschusses. Der 41-Jährige, bisher neben Gaby Parchwitz einer der beiden Koordinatoren in der Bad Lausicker Geschäftsstelle, fungiert seit wenigen Tagen als Geschäftsführer des Vereins. "Wir wollten die Kommunikation auf eine Person bündeln. Nur so sind wir in der Lage, Entscheidungen des Vorstandes schnell umzusetzen", sagt Opitz. Schließlich bestehe der Vorstand aus Personen, die das neben ihrem Vollzeit-Job ehrenamtlich stemmen müssten. Peter Frommelt stehen Jan Hochheim (Kindervereinigung Leipzig), Anett Börner (Weltoffenes Geithain), Mandy Rönckendorf (Jugendhaus Bennewitz) und Annett Konzak (Verein Querdenken) zur Seite.

Frommelt, der Erwachsenenpädagogik und Soziologie studierte, engagierte sich später gewerkschaftlich in der politischen Jugendbildung. Seit dem Sommer 2012 leitet er das Geithainer Jugendhaus R7. Im Jugendring-Vorstand sitzt er für die deutschlandweite Initiative Bildung und Zukunft. "Demokratie erlebbar machen, darum geht es doch. Das ist mehr als über Demokratie reden", sagt er. Heranwachsende seien nur dann bereit, sich in die Bürgergesellschaft einzubringen, wenn sie spürten, dass dieser Einsatz auch gewürdigt werde und erfolgreich sei. Eine Schlüsselfunktion misst er dabei dem Flexiblen Jugendmanagement bei, das in vielen Ecken des Landkreises Projekte Heranwachsender aufgreift und sie bei der Umsetzung unterstützt.

"Schwierig ist es, eine Nachhaltigkeit zu erreichen", sagt Frommelt. Die Kinder- und Jugendarbeit kranke an befristeten Verträgen, die einer Kontinuität abträglich seien: "Diese permanente Unsicherheit wirkt sich spürbar aus." Er werbe außerdem dafür, dass das Konkurrenzdenken zwischen manchen Trägern schwinde. Und dass das Engagement für die nachfolgenden Generationen grundsätzlich eine höhere Wertschätzung erfahren: "Dafür muss eine Lobby geschaffen werden. Und das können wir."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.03.2013

Ekkehard Schulreich

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