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Borna Neues Baugebiet in Groitzsch: Eidechsen lassen Grundstückspreise steigen
Region Borna Neues Baugebiet in Groitzsch: Eidechsen lassen Grundstückspreise steigen
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07:00 15.05.2016
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Groitzsch

Die Vorarbeiten für das neue Groitzscher Wohnbaugebiet Wiesenblick sind fast abgeschlossen. Noch werden der Damm und der Gleisschotter auf rund 300 Metern Länge abgetragen, ab 23. Mai fängt dann die eigentliche Erschließung an. Doch die Vorarbeiten allein haben es schon in sich, denn bevor zweibeinige Häuslebauer einziehen können, müssen die vierbeinigen Geländebesetzer umziehen. 15 Zauneidechsen und eine beinlose Blindschleiche sind bereits vom ehemaligen Gleisbett abgesammelt und auf das gegenüberliegende Areal verfrachtet worden.

Wer vor dem Bahnübergang steht und in Richtung Wischstauden guckt, wundert sich eventuell über die brachliegende Fläche rechts von sich. Schotterhaufen türmen sich, Baumstämme liegen verteilt herum. „Doch das muss so sein“, sagt Groitzschs Bauamtsleiter Dirk Schmidt. Dort sei in den vergangenen Tagen ein Ersatzhabitat für die Echsen geschaffen worden. Allein das Anlegen des tierischen Wohngebiets hat die Stadt 17 500 Euro gekostet. Das Einsammeln der Vierbeiner schlage dann noch einmal mit 4500 Euro zu Buche. Diese Kosten sind es unter anderem, die den Preis für den Quadratmeter im Wiesenblick in die Höhe getrieben haben. 105 Euro kostet dort das einmal einen Meter große Fleckchen Erde für Bauherren. Dem Interesse tat das bisher keinen Abbruch, auf 27 zu verkaufende Grundstücke kamen 30 Interessenten. Ob die jetzt allerdings immer noch im Wiesenblick kaufen wollen, werde derzeit abgefragt, so Schmidt.

Auch den bisher in den Bahnergärten lebenden Fröschen und Kröten hat die Stadt ein neues Wohngebiet zur Verfügung gestellt. Sie mussten ihre liebgewonnen Teiche entlang der ehemaligen Bahnstrecke verlassen und in die Kleingartenanlage „Erholung“ umziehen. Doch der Ersatz ist wahrlich adäquat. Dort entstand auf Kosten der Stadt (circa 8000 Euro) ein neues Domizil für sie. Die Teiche am Wiesenblick werden nun verfüllt.

Mit Beginn der Erschließung wird auch der Bahnübergang zurückgebaut, das frühere Bahnhofshäuschen hat bereits einen neuen Besitzer gefunden, der das Gebäude unter anderem in Ferienwohnungen umwandeln will. Ende September soll dann die Erschließung beendet sein, so dass kurze Zeit später die ersten Bauherren loslegen können. „Wir liegen voll im Plan“, macht Schmidt deutlich.

Von Julia Tonne

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