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Borna Neues Buskonzept für Geithain und Frohburg
Region Borna Neues Buskonzept für Geithain und Frohburg
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10:32 04.12.2018
Mehr Busse und neue Linien sollen im Kohrener Land den Nahverkehr attraktiver machen. Quelle: Jens Paul Taubert
Frohburg/Geithain

In vielem anders, vor allem aber besser werden soll der Busverkehr im Raum Frohburg/Geithain, wenn am 9. Dezember ein neuer Fahrplan in Kraft tritt. Ein Fahrplan, dem ein neues Konzept zu Grunde liegt. An dem haben der Landkreis Leipzig, das Busunternehmen ThüSac und der Mitteldeutsche Verkehrsverband mehrere Jahre gearbeitet. Sie haben Kommunen, Schulen, Elternvertreter einbezogen.

Kritik von Eltern und Schulen

Ein erster Anlauf scheiterte vor allem daran, dass die Zeiten des Unterrichtsbeginns und des Unterrichtsendes nicht mit den neuen Linienplänen unter einen Hut zu bringen waren. Diese Probleme scheinen in weiten Teilen ausgeräumt. Der Kreistag gab Mitte November grünes Licht dafür, das Konzept umzusetzen.

„Es ist nicht ganz so, wie wir uns das gewünscht haben. Wir müssen jetzt einfach damit leben“, sagt Ingeborg Schmuck, die Leiterin der beiden nicht staatlichen Gymnasien in Geithain. „Die Schüler müssen fast alle zeitiger losfahren als bisher. Deshalb haben einige Eltern Bedenken geäußert.“ In manchen Fällen, etwa aus Richtung Frohburg, gehe es 20 Minuten und mehr früher los. Da das Konzept viele Orte einbinden wolle, verlängere sich für die, die zuerst in den Bus steigen, logischerweise die Fahrtzeit, sagt Schmuck: „Aber es ist ja ein Projekt. Wir müssen sehen, wie es funktioniert – und bei Bedarf muss nachgebessert werden.“

Wegfall des 16-Uhr-Busses sorgt für Frust

„Wir müssen es anlaufen lassen“, sagt auch Olaf Kämpfner, der die Grundschule Kohren-Sahlis leitet. Für seine Schule hielten sich die Änderungen in Grenzen, einige mehr gebe es für den im selben Haus untergebrachten Hort. Die Buszeiten verschöben sich um wenige Minuten: „Auswirkungen auf unsere Schulzeiten hat das nicht.“ Unsicherheit herrsche bis zuletzt über den 16-Uhr-Bus: „Der kann nicht einfach wegfallen. Da muss eine Lösung her.“

Schülerverkehr jetzt reguläre Buslinie

Gibt es bisher 13 Vertragsverkehre, die ausschließlich der Schülerbeförderung dienen, werden diese bis auf zwei nun in reguläre Linien überführt. Auf der Linie 289 Geithain – Nauenhain – EbersbachBad Lausick verdoppeln sich die Fahrten während der Schulzeit; eine Verbesserung gibt es in den Ferien. Zwischen Frohburg und Altenburg über Eschefeld (254) entfällt das Umsteigen. Neu ist die Linie 291 Kohren-Sahlis – Terpitz – Linda – Meusdorf: Hier gab es bisher nur Schulbusse. Die Verbindung zwischen Frohburg und Bad Lausick mit Umstieg in Prießnitz (Linien 278 und 279) verkürzt sich deutlich. Die 278 steuert häufiger auch Tautenhain, Elbisbach und Flößberg an.

Kleine Dörfer an Städte und Bahn angebunden

Geithains Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) steht dem Konzept aufgeschlossen gegenüber. „Dass es jetzt noch nicht ausgereift ist, ist klar. Aber man muss einen Anfang machen.“ Auf den Einwohnerversammlungen in den Ortsteilen seien die Busse immer wieder Thema gewesen. Selbst kleine Dörfer an die Stadt und an die Züge anzubinden, sei sehr wichtig.

Lernende am Beruflichen Gymnasium in Grimma benachteiligt

Mit der Fahrplan-Umstellung am 9. Dezember nicht gelöst wird das Problem, das Dagmar Bauer aus Tautenhain und andere Familien haben, deren Töchter und Söhne das Berufliche Gymnasium in Grimma besuchen. Die Busse ab Bad Lausicker Bahnhof fahren im Stundentakt. Um den Bus 6.17 Uhr zu schaffen, muss Bauer extra nach Bad Lausick fahren – mit der Konsequenz obendrein, dass bis zum Unterrichtsbeginn in Grimma 50 Minuten Zeit bleiben. Die in Tautenhain und Hopfgarten haltende Regionalbahn aus Geithain ist 6.43 Uhr in Bad Lausick. Dagmar Bauer: „Würde 6.50 Uhr ein Bus nach Grimma fahren, wäre vielen geholfen.“ Der neue Fahrplan, der den Raum Geithain/Frohburg betrifft, berücksichtigt diesen Wunsch nicht.

Flyer zum neuen Bus-Netz gibt es seit Montag in den Linienbussen, außerdem in den Rathäusern sowie in manchen Geschäften und Arztpraxen.

Von Ekkehard Schulreich

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