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Borna Neues Freibad in der Bornaer Wyhraaue? LVZ-Stadtgespräch am 10. Mai
Region Borna Neues Freibad in der Bornaer Wyhraaue? LVZ-Stadtgespräch am 10. Mai
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08:00 30.04.2016
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Borna

Am Abend des 22. Mai wird endlich Klarheit herrschen, ob die Bornaer ihr altes Freibad An der Wyhraaue wirklich wollen. Dann gibt es den ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der Stadt. Dabei geht es unter dem Strich um die Frage, ob das Freibad zum Naturbad umgebaut wird. Das beschäftigt die Gemüter seit knapp einem Jahrzehnt in Borna.

Und das ist auch das Thema eines LVZ-Stadtgesprächs am 10. Mai im Goldenen Stern. Dann diskutieren ab 18 Uhr unter der Leitung von LVZ-Regional-Chefredakteur Thomas Lieb der Vorsitzende des Bornaer Freibadervereins, Holger Luedtke, Jana Storm von der Bürgerinitiative „Kein Freibadabriss in der Wyhraaue“, Henry Kunze von der Arbeitsgruppe Sport und Vorsitzender von Blau-Gelb Borna sowie Stadtrat Maic Staudacher (Bürger für Borna).

Das einstige Freibad in der Bornaer Wyhraaue ist ein thematischer Dauerbrenner. Seit dem Jahr 2006, als es vom Stadtrat letztlich aus finanziellen Gründen geschlossen wurde. Nur wenige Zeit später kam es zur Gründung des Freibadvereins, an dessen Spitze auch heute noch Linken-Westsachsen-Chef Holger Luedtke steht. Richtig Feuer in die Debatte um das Bad, das in den 60er Jahren im Rahmen des Nationalen Aufbauwerks (NAW) von vielen Bornaern mitgebaut wurde, kam aber erst nach der für viele überraschenden Wahl der heutigen Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) im Jahr 2008. Sie hatte im Wahlkampf damit geworben, dass Borna auch künftig ein Freibad braucht – und sah sich seither in der Pflicht, ihr Wahlversprechen einzuhalten.

Seither läuft die Diskussion über Sinn oder Unsinn der Errichtung eines (Öko-)Bades an Stelle der alten Bassins im Bornaer Süden. Dass es dabei zumindest nicht immer nur um den Austausch rationaler Argumente geht, ist kein Geheimnis. Dass vielen Bornaern die Vorstellung, den Gedanken an eine Wiedereröffnung des Bades für immer begraben zu müssen, nicht behagt, ebenfalls. Bei einer LVZ-Erhebung vor einigen Wochen gab es jedenfalls eine eindeutige Mehrheit für die Wiedereröffnung des Freibades.

Allerdings hat der Stadtrat die Weichen in dieser Angelegenheit mit seinem Beschluss, die Reste des ehemaligen Bades zurückzubauen, mittlerweile anders gestellt. Zudem gibt es einen Vorstoß, alternativ ein Außenbecken ans Bornaer Jahnbad in der Deutzener Straße anzubauen. Dem steht der Bürgerentscheid entgegen, durch den die Kassierung des Stadtratsbeschlusses und der Umbau des Freibades bis spätestens zum 31. Dezember 2018 zu einem Naturbad beschlossen werden soll.

Ein Thema, bei dem es auch darum geht, ob die (Wieder-)Errichtung eines Bades in einem Hochwassergebiet sinnvoll ist. Und bei dem die Finanzierung Fragen aufwirft, sowohl was den Bau als auch den Betrieb eines Freibades anbelangt. Darum wird es am 10. Mai gehen. Und selbstverständlich können Sie, liebe Leser, dabei auch ihre Fragen stellen.

Von Nikos Natsidis

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