Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Neues Haus mit Wohlfühlatmosphäre
Region Borna Neues Haus mit Wohlfühlatmosphäre
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:15 19.05.2015
Symbolische Schlüsselübergabe: Klinik-Geschäftsführerin Stefanie Ludwig, der Ärztliche Direktor Andreas Klamann und Architekt Michael Keitel (r.). Quelle: Jakob Richter

Das Gebäude war binnen eines Jahres für 4,4 Millionen Euro errichtet worden, von denen 2,3 Millionen aus Fördertöpfen stammen. Jetzt hofft die Klinik auf grünes Licht für die Einrichtung einer Neurochirurgischen Abteilung.

Wer durch die Räume der neuen Palliativabteilung geht, spürt nur noch wenig von der typischen Krankenhausatmosphäre. Es dominieren freundliche Grünfarben in den insgesamt neun Patientenzimmern, die allesamt mit Sofas und anderen Sitzmöbeln, aber auch Fernseher und Bücherbord ausgestattet sind und zudem über eine Zugang zur Terrasse verfügen. Nicht zuletzt gibt es eine Küche für die Patienten und für deren Angehörige ebenfalls Schlafmöglichkeiten. Eine Abteilung, die auch den Unterschied zu früheren Zeiten deutlich macht. So erinnerte sich Dr. Wolfgang Ständer, zwischen 1967 und 1978 Chef der Anästhesie, dass es eine derartige Abteilung seinerzeit überhaupt nicht gab. Patienten, die heute auf der Palliativabteilung behandelt wurden, blieben damals auf normalen Stationen.

Helios-Geschäftsführerin Stefanie Ludwig sprach von einem Meilenstein. Speziell in der Palliativstation gebe es durch das besondere Raumkonzept eine "Wohlfühlatmosphäre". Ihr Vorgänger Roland Bantle, mittlerweile verantwortlich für den Helios-Bereich Ost, verwies darauf, dass in den Helioskliniken Leipziger Land mittlerweile fünf neue Stationen gebaut worden sind - eine in Zwenkau und vier in Borna. Landrat Gerhard Gey (CDU) würdigte die Heliosklinik als einen der größten Arbeitgeber in der Region. In den Helioskliniken Leipziger Land sind aktuell 893 Mitarbeiter beschäftigt. Und Gey machte Hoffnung für die Umsetzung der nächsten Pläne der Klinik, in der bereits im letzten Jahr die Voraussetzungen für die Einrichtung einer Neurochirurgischen Abteilung geschaffen worden waren. Dafür fehlt gegenwärtig allerdings noch grünes Licht vom sächsischen Sozialministerium sowie vom Landeskrankenhausausschuss. Gey sagte, die sächsische Sozialministerin Christine Clauß (CDU) habe ihm zu Wochenbeginn signalisiert, dass sie sich für die Heliospläne einsetzen will.

Oberbürgemeisterin Simone Luedtke (Linke) würdigte die großen Investitionen der Heliosklinik. Die Stadt arbeite mit dem Krankenhaus gut zusammen, wozu die gemeinsame Kampagne "Born in Borna", mit der Eltern von Neugeborenen in der Stadt begrüßt werden, ebenso gehört wie die Pläne zur Errichtung einer Kindertagesstätte im Gebäude der ehemaligen Schwesternschule. Die Heliosklinik sei trotz sinkender Einwohnerzahlen auf Wachstumskurs. Als Bornaer Oberbürgermeisterin wünsche sie sich, dass künftig noch mehr Mitarbeiter des Krankenhauses ihren Lebensmittelpunkt in Borna annehmen.

Die Einrichtung der neuen Palliativstation ist nach Angaben von Helios-Sprecherin Janet Schütze auch eine Folge der steigenden Patientenzahlen. Wurden im Jahr 2011 rund 23000 Patienten im Krankenhaus stationär behandelt, waren es im letzten Jahr schon etwa 25000. Hinzu komme, dass die Bevölkerung älter wird.

Die Heliosklinik hat seit Übernahme des ehemaligen Kreiskrankenhauses Investitionen für 96 Millionen Euro umgesetzt. Und dabei soll es nicht bleiben, so Geschäftsführerin Ludwig. In Vorbereitung sei die Sanierung der Station 16, eines OP-Bereichs, der aktuell auf dem Stand des Jahres 1993 ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.04.2013

Nikos Natsidis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Unabhängig von Debatten und Unterschriftensammlungen in Sachen Freibad wird das Areal am 3. und 4. Mai wiederbelebt. Wie schon in den Jahren zuvor geben sich unter der Überschrift "Rock am Kuhteich" Musiker diverser Stilrichtungen das Mikrofon in die Hand.

18.04.2013

Dieses Jahr diktierte einen eigenen Zeitplan. "Der lange Winter hat mich zurückgeworfen", sagt Dirk Wagner, der Pächter des Freibads Böhlen. Er arbeitet zurzeit neun bis elf Stunden pro Tag auf dem Gelände, um den pünktlichen Saisonbeginn Mitte Mai zu schaffen.

19.05.2015

In der Mediothek am Martin-Luther-Platz müssen künftig mehr Bücher untergebracht werden. Grund dafür ist die Übernahme von großen Teilen des Bestandes der Kreisergänzungsbibliothek, die bisher in Grimma untergebracht waren, sofern der Stadtrat dafür heute grünes Licht gibt.

19.05.2015
Anzeige