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Borna Neues Kirchspiel perfekt: Rötha wird musikalisches Zentrum
Region Borna Neues Kirchspiel perfekt: Rötha wird musikalisches Zentrum
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17:09 23.12.2016
Röthas Kantor Jihoon song vor der Silbermannorgel in der Georgenkirche. Quelle: Julia Tonne
Rötha/Mölbis

Der Zeitplan hätte kaum günstiger aussehen können. Kurz vor Weihnachten ist das neue Evangelisch-Lutherische Kirchspiel im Leipziger Neuseenland perfekt. Die Landeskirche besiegelte die Vereinigung der Kirchgemeinden Rötha, Böhlen, Steinbach, Kitzscher und Mölbis mit einer Urkunde, die Pfarrer Stephan Vorwergk beim Regionalkirchenamt in Empfang nahm. Ihm obliegt von Mölbis aus, dem Sitz des Kirchspiels, die Verwaltung des neuen Gebildes aus selbstständigen Kirchgemeinden. Vorsitzender des gemeinsamen Kirchspielvorstandes ist Jens Raak aus Lauterbach, zweiter Vorsitzender ist der Röthaer Pfarrer Christoph Krebs.

Ausgangspunkt für die Veränderung der kirchlichen Landschaft nördlich und östlich von Borna war ein Diskussionsprozess, der nach dem Ausscheiden von Pfarrer Andreas Süß im Februar 2015 in Kitzscher und Steinbach angestoßen wurde. Die Landeskirche hatte deutlich gemacht, dass die Stelle nur dann wieder besetzt werde, wenn die Kirchgemeinden in der Region zu einer Zusammenarbeit finden. Mölbis und Rötha kamen hinzu, wobei in der Stadt die Vorbehalte anfangs größer waren als in der ländlichen Kirchgemeinde, die sich ohnehin schon über viele Orte erstreckt. Böhlen entschied sich erst in diesem Herbst für das Kirchspiel im Leipziger Neuseenland, das damit komplett war.

Rötha, mit zwei Silbermannorgeln in den Kirchen, wird nach den Worten von Pfarrer Vorwergk in dem neuen Gebilde eine Rolle als kirchenmusikalisches Zentrum für die Region einnehmen. Dazu passt ein Gottesdienst am zweiten Weihnachtstag, der mit einem überraschenden musikalischen Programm gefeiert wird. Unter Leitung von Kantor Jihoon Song werden fünf Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren die Orgel spielen. Die Mädchen und Jungen, von denen vier aus Rötha stammen und einer aus Leipzig, sind Klavierschüler des Südkoreaners. Der musikalische Nachwuchs wird die Orgel solistisch spielen sowie vierhändig, kündigt Song an. Außerdem singen die Kantorei und der Kinderchor noch einmal einige Lieder, die schon bei der Adventsmusik im Kerzenschein dargeboten worden waren.

Pfarrer Vorwergk freut sich sehr über den Auftritt der Kinder im Gottesdienst. Dass gleich mehrere Kinder etwas vortragen, sei selten und erfrischend. Kantor Song hofft, auf diese Weise mehr Besucher im Gottesdienst am 26. Dezember begrüßen zu können. Hier in Deutschland, sagt er, gehen viele Leute am Heiligabend in die Kirche, dabei sei das eigentlich nicht der festlichste Tag, denn: „Jesus Christus ist noch nicht geboren“. Das geschieht erst in der Nacht, deswegen sollten die beiden nächsten Tage eigentlich noch festlicher gefeiert werden. In seiner Heimat Südkorea sei das so, da seien die Kirchen auch am 25. und 26. Dezember voll.

Und es gibt noch einen zweiten Grund dafür, dass er die Kinder im Gottesdienst spielen lässt: Übung macht den Meister, heißt ein Sprichwort. Doch Kantor Song meint: „Konzerte machen Meister“, Kinder brauchen Gelegenheit für öffentliche Auftritte.

Rötha, Georgenkirche, 26. Dezember, 10 Uhr

Von André Neumann

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